„Made in Germany steht ­unter Druck“

Debatte

Herr Dr. Dulger, im Herbst 2025 hat die BDA für ihr Arbeitgeberbarometer Unternehmen zur wirtschaftlichen Situation befragt. Welche Rückschlüsse lassen sich aus den Ergebnissen für den Wirtschaftsstandort Deutschland ziehen?
Dr. Rainer Dulger: Die Ergebnisse sind ein klares Warnsignal. 82 Prozent der Unternehmen nennen Bürokratie als eines der größten Hindernisse. Das beschreibt die Lage sehr gut: Während unsere Wettbewerber mit leichtem Gepäck antreten, hängen wir unseren Betrieben zusätzliche Sandsäcke an – bei jeder Genehmigung, jeder Meldung, jedem Antrag.

Hinzu kommen zwei weitere Punkte, die uns seit Jahren bremsen: Fachkräftemangel und zu hohe Arbeitskosten. Jeweils rund 70 Prozent der Unternehmen sehen darin erhebliche Wettbewerbsnachteile. 66 Prozent beklagen die steigenden Sozialabgaben, die inzwischen zu einem echten Standortrisiko werden. Gleichzeitig erwarten nur neun Prozent eine bessere gesamtwirtschaftliche Entwicklung, 51 Prozent sogar eine Verschlechterung. Das zeigt: Den Unternehmen fehlt nicht der Wille zu investieren – ihnen fehlt ein Umfeld, das Investitionen möglich macht.

Diese HRM-Ausgabe steht unter dem Titelthema Identität – Wofür steht der Wirtschaftsstandort Deutschland aus Sicht der Arbeitgeber heute – und wofür sollte er (wieder) stehen?
Der Wirtschaftsstandort Deutschland steht heute leider häufig für Regel-Wucht statt Innovations-Wucht. Im Ausland gilt Deutschland als verlässlich, aber schwerfällig. Wir sind ein Land mit Weltklasse-Ingenieurkunst, doch wir behandeln Investitionen zu oft wie einen Verdachtsfall, der erst durch drei Behörden muss. Das bremst uns. Wofür sollten wir wieder stehen? Für eine moderne soziale Marktwirtschaft, die Leistung möglich macht und Innovation nicht behindert, sondern befeuert. Für Pragmatismus, für Technologieoffenheit und für echte Wettbewerbsfähigkeit. Und für einen Sozialstaat, der treffsicher hilft, statt Arbeit immer teurer zu machen. Kurz: Deutschland muss wieder zum Weltmeister im Machen werden.

Die derzeitige Konjunkturschwäche gepaart mit globalen Krisen verändert die Identität von Unternehmen, aber auch der deutschen Arbeitswelt insgesamt. Viele Beschäftigte erwarten Stabilität, Sinn und Zugehörigkeit, aber im Hinblick auf die steigenden Lebenshaltungskosten auch höhere Löhne – gleichzeitig steigen Transformationsdruck, Kosten- und Effizienzziele in den Unternehmen. Wie können Unternehmen ihre Arbeitgeberidentität glaubwürdig erhalten oder anpassen, wenn parallel restrukturiert, verlagert oder automatisiert wird?
Für Arbeitgeber ist eines zentral: Unternehmen können Identität nur dann glaubwürdig leben, wenn ihnen die Politik ausreichend Gestaltungsspielräume lässt. Wer heute restrukturiert, automatisiert oder Teile verlagert, tut das nicht aus Beliebigkeit, sondern aus wirtschaftlicher Notwendigkeit. Arbeitgeber-Identität entsteht nicht im luftleeren Raum – sie basiert auf wirtschaftlicher Tragfähigkeit. Für Unternehmen gilt: Glaubwürdigkeit bedeutet Klartext statt Kosmetik. Beschäftigte akzeptieren Veränderungen, wenn sie verstehen, warum sie notwendig sind und wohin der Weg führt. Arbeitgeber bieten Perspektiven – durch Qualifizierung, interne Mobilität, moderne Arbeitsmodelle und faire Übergänge. Aber: Ohne wirtschaftlichen Spielraum wird jede noch so gute Kultur zur Fassade. Deshalb richtet sich ein wesentlicher Teil der Verantwortung an die Politik.


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Wer von Unternehmen Stabilität, Sinn und Beschäftigungssicherung erwartet, muss auch die Voraussetzungen schaffen, damit Wertschöpfung in Deutschland bleibt. Unsere Forderungen sind klar: Mehr Netto vom Brutto. Steigende Sozialabgaben untergraben die Akzeptanz bei Beschäftigten und treiben die Arbeitskosten nach oben. Arbeit muss sich wieder lohnen – für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Flexibleres Arbeitsrecht. Transformation braucht Beweglichkeit. Starre Arbeitszeitvorgaben bremsen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Produktivität. Bürokratieabbau statt Misstrauenskultur. Führung, Innovation und Qualifizierung brauchen Zeit – keinen Papierkrieg. Wer Wandel will, muss Hürden abbauen. Ich sage klar: Unternehmen können Wandel sozial gestalten – aber sie können ihn nicht gegen die Standortbedingungen organisieren. Wenn Politik Transformation immer teurer, langsamer und komplizierter macht, zwingt sie Arbeitgeber zu Entscheidungen, die niemand will. Deutschland bleibt ein starker Wirtschaftsstandort, wenn Veränderung nicht Angst macht, sondern Zukunft schafft – für Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen.

„Made in Germany“ war über Jahrzehnte ein weltweites Qualitätsmerkmal. Fachlich, intellektuell, wissenschaftlich und kulturell. Wieviel „Germany“ steckt noch in der deutschen Wirtschaft, in einer Zeit, in der viele Unternehmen ihre Produktion ins Ausland verlagern oder Teilbereiche verkaufen?
„Made in Germany“ ist nicht verschwunden, aber es steht unter Druck. „Germany“ steckt weiterhin in Forschung, Ingenieurkunst, Mittelstand, in der dualen Ausbildung und in einer starken Sozialpartnerschaft. Das sind Werte, die uns weltweit Respekt verschafft haben. Aber wir müssen ehrlich sein: Wenn Investitionen hierzulande zur Geduldsprobe werden und Energiepreise, Abgaben und Bürokratie die Marge auffressen, dann wird aus „Made in Germany“ schnell „Made despite Germany“. Und das ist ein Alarmzeichen. Die Wahrheit ist: Unternehmen sind verwurzelt – aber Wurzeln brauchen Nährboden. Wer dem Standort ständig Wasser entzieht, darf sich nicht wundern, wenn Pflanzen woanders besser wachsen.

Wie wird sich ein möglicher Verlagerungstrend auf die Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland auswirken?
Wenn Produktion geht, geht Wertschöpfung – und mit ihr ein ganzer regionaler Wirtschaftsverbund. Das betrifft Zulieferer, Logistik, Handwerk, Dienstleistungen bis hin zu Ausbildungsmöglichkeiten und Kommunalfinanzen. Jeder verlagerten Stelle folgen oft viele weitere indirekt betroffene Arbeitsplätze. Für den Arbeitsmarkt bedeutet das: Weniger industrielle Wertschöpfung heißt langfristig weniger gute, gut bezahlte Arbeitsplätze. Und genau diese Arbeitsplätze sind das Rückgrat unseres Wohlstands. Wenn wir den Trend stoppen wollen, reicht kein Appell. Entscheidend sind Standortbedingungen, die Investitionen halten und neue anziehen – mit bezahlbarer Energie, wettbewerbsfähigen Arbeitskosten, weniger Bürokratie und einer deutlich besseren Gewinnung ausländischer Fachkräfte.

Auswanderungszahlen zeigen, dass zahlreiche gut Qualifizierte das Land verlassen. Wann wird sich ein Braindrain bemerkbar machen und mit welchen Folgen?
Er wird nicht mit einem Knall sichtbar, es ist ein schleichender Prozess: Zuerst fehlen Spezialisten, dann verzögern sich Projekte – und am Ende wandern ganze Wertschöpfungsketten ab. Die Folgen spüren wir erst spät, dann aber umso härter: weniger Innovation, weniger Wachstum – und damit weniger gute Jobs. Gegensteuern können wir nur mit einem klaren Prioritätenwechsel: mehr Netto vom Brutto, damit sich Leistung wieder lohnt. Gezielte internationale Talentgewinnung, damit Lücken gar nicht erst entstehen. Und bessere MINT-Bildung, schnellere Berufsanerkennung sowie eine moderne, digitale Verwaltung, die Talente nicht ausbremst, sondern unterstützt. Wer kluge Köpfe halten will, muss ihnen ein Land bieten, das ermöglicht statt ermüdet.

Wie bewerten Sie die derzeitige Standortpolitik in Brüssel und Berlin?
Aus Sicht der Arbeitgeber gilt im Moment leider zu oft: Mehr Regelwerk ersetzt keine Wettbewerbsfähigkeit. In Brüssel erleben wir eine Politik, die gute Absichten hat, aber in der Praxis zu häufig neue Pflichten schafft, statt Wachstum zu ermöglichen. Europa braucht dringend eine echte Wettbewerbsagenda – weniger unnötige Bürokratie, mehr Investitionsfreundlichkeit und deutlich mehr Technologieoffenheit. Und Berlin muss ebenfalls liefern: Wir sehen viele Ankündigungen, aber derzeit noch zu wenig Reform-Durchschlagskraft.

Wie wird Deutschland Ihrer Meinung nach im Ausland wahrgenommen? Sind wir noch eine Wirtschaftsmacht?
Deutschland wird weiterhin als große Industrienation wahrgenommen – aber zunehmend mit einem Fragezeichen dahinter. Die Fragen, die uns begegnen, sind immer dieselben: Können sie noch schnell? Können sie noch Spitzenqualität? Können sie noch entscheiden? Genau dieses Zweifeln ist gefährlich. Wirtschaftsmacht ist kein Titel, den man einmal gewinnt und dann behält. Wirtschaftsmacht ist Fitness – und die muss man jeden Tag trainieren. Im Moment wirkt Deutschland wie ein Spitzensportler, der sich selbst Bleigewichte umgeschnallt hat: zu viel Bürokratie, zu hohe Kosten, zu wenig Tempo.

Man hat den Eindruck, Europa steht derzeit etwas am Rande, wenn geopolitische Fakten zwischen USA, Russland und China neu ausgehandelt werden. Wie schätzen Sie die weiteren Entwicklungen und die Folgen für die deutsche Wirtschaft ein?
Für ein Exportland wie Deutschland ist das gefährlich. Unsere Unternehmen brauchen offene Märkte, verlässliche Partner und klare europäische Antworten. Deshalb brauchen wir eine EU, die Handelsbeziehungen aktiv absichert: mit mehr Freihandelsabkommen, klarerem Umgang mit Protektionismus, robusteren Lieferketten und einem Binnenmarkt ohne neue Hürden. Ebenso entscheidend ist die Frage nach innen: Europa wird außen nicht souveräner, wenn es innen immer weniger wettbewerbsfähig wird. Europa hat alles, was man für Erfolg braucht: Know-how, Unternehmen, Talente. Aber wir müssen wieder mehr ermöglichen und weniger verhindern. Nur dann bleiben deutsche und europäische Unternehmen global relevant – und nicht Randfiguren eines geopolitischen Spiels, das andere bestimmen.

Wo sehen Sie konkret heute die wirtschaftlichen Stärken unserer Nation oder auch große Brüche – und wie können Stärken jetzt genutzt beziehungsweise Brüche überwunden werden?
Deutschland hat weiterhin große wirtschaftliche Stärken: einen starken Mittelstand, industrielle Kerne, exzellente Forschung, die duale Ausbildung und eine verlässliche Sozialpartnerschaft. Auf diesen Pfeilern steht unser Wohlstand. Gleichzeitig gibt es Brüche, die immer deutlicher werden: zu wenig Tempo, zu hohe Kosten, zu viel Komplexität und zu wenige Fachkräfte. Die Lösung ist kein Zaubertrick, sondern eine klare Prioritätenliste: Bürokratie radikal reduzieren und Verwaltung digitalisieren. Sozialabgaben deckeln – die 40-Prozent-Marke ist zentral, damit Arbeit bezahlbar bleibt. Energie wettbewerbsfähig machen. Zuwanderung geordnet und qualifiziert in den Arbeitsmarkt bringen. Arbeitszeit modern und flexibel gestalten, damit Betriebe Transformation gestalten können.

Stimmen aus der Wirtschaft warnen jetzt immer häufiger und auch schärfer vor zunehmenden Produktionsverlagerungen und einer Deindustrialisierungsdynamik, ausgelöst durch höhere Energiekosten, Sozialbeiträge und Bürokratie. Welches Gehör finden die Wirtschaftsvertreter in der Politik?
Wirtschaftsvertreter finden in der Politik durchaus Gehör – aber viel zu selten folgen Konsequenzen. In der Politik wird gern über Resilienz gesprochen. Doch Resilienz entsteht nicht in Sonntagsreden, sondern in den Betrieben durch Investitionen. Und dafür brauchen Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen. Kurz gesagt: Wir brauchen keine Debatte über Standortpatriotismus – wir brauchen eine Standortpolitik, die den Namen verdient.

Sie blickten anlässlich des Arbeitgebertags im November 2025 zurück auf Krisen, die Deutschlands Wirtschaft in der Vergangenheit überstanden habe, doch jetzt sei die Situation anders, weil die Krise hausgemacht sei. Wie meinen Sie das genau?
Natürlich gibt es globale Krisen. Aber ein großer Teil unserer Standortprobleme ist innenpolitisch verursacht. Wir leiden unter aufgeschobenen Reformen, einer Überlast an Regeln und Verfahren, zu hohen Lohnnebenkosten und einem Reformtempo, das nicht mehr zur Realität der Wirtschaft passt. In meiner Rede habe ich gesagt: Die Politik hat über Jahrzehnte zugeschaut und Probleme auf die lange Bank geschoben. Das Ergebnis sehen wir heute – ein Standort, der sich selbst ausbremst. Wenn ich von einer hausgemachten Krise spreche, meine ich genau das: Es sind Probleme, die wir selbst geschaffen haben – und die wir auch selbst lösen können. Aber dafür braucht es Mut, klare Prioritäten und Entscheidungen, die nicht noch einmal vertagt werden.

Derzeit scheint sich der Trend zu weniger Neueinstellungen und weiterem Stellenabbau zu verfestigen, während die Beschäftigung im öffentlichen Sektor stetig steigt. Wie reagieren Arbeitgeber auf dieses Ungleichgewicht? Zudem ja auch noch viele Branchen einen Fachkräftemangel beklagen. Können Sie diese Situation für uns kurz einordnen?
Wenn Beschäftigung fast nur noch im öffentlichen Sektor wächst, ist das kein Stabilitätsanker, sondern ein Warnsignal. Denn Wertschöpfung entsteht im privaten Sektor – dort, wo investiert, produziert und exportiert wird. Wenn genau dieser Bereich Stellen abbaut oder Neueinstellungen zurückfährt, müssen wir das ernst nehmen. Gleichzeitig klagen Unternehmen trotz schwacher Konjunktur über Rekrutierungsprobleme: 68 Prozent haben Schwierigkeiten, Stellen zu besetzen. Das zeigt: Wir haben kein reines Konjunkturproblem – wir haben ein strukturelles Arbeitsmarktproblem. Arbeitgeber reagieren mit Priorisierung und Anpassung, indem sie Schlüsselpositionen zuerst besetzen, Ausbildung stärken, Beschäftigte qualifizieren und Prozesse automatisieren und digitalisieren. Aber ohne grundlegende Reformen bleibt das ein Kampf gegen die Strömung.

Welches sind die größten Bremsklötze für neues Wirtschaftswachstum in Deutschland, und welche Vorschläge gibt es aus Arbeitgebersicht für Reformen?
Die größten Bremsklötze sind schnell benannt: zu viel Bürokratie und zu langsame Verfahren, zu hohe Kosten – vor allem bei Energie und Sozialabgaben – und ein Arbeitsmarkt, der schlicht zu wenige Fachkräfte hat. Das bremst Investitionen, Innovation und Beschäftigung gleichermaßen. Was wir brauchen, ist ebenso klar: weniger regulatorische Last, bezahlbare Arbeit, schnellere Prozesse und eine Zuwanderung, die tatsächlich im Arbeitsmarkt ankommt. Wenn Deutschland diese Hausaufgaben macht, entstehen wieder Tempo, Vertrauen und Investitionsbereitschaft. Dann kommt die Wirtschaft auch wieder ins Rollen.

Sie plädieren immer wieder für Bürokratieabbau und eine effizientere, digitale Verwaltung. Unternehmen hätten in den letzten Jahren allein zur Bewältigung der Bürokratie 325.000 Arbeitskräfte zusätzlich eingestellt, betonten Sie am Arbeitgebertag.

Welche drei Regulierungsbereiche kosten Unternehmen aktuell am meisten Zeit, Effizienz und Innovationskraft – und welche würden Sie als Erstes abschaffen?
Ich will es greifbar machen: Laut IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) mussten Betriebe in den letzten drei Jahren 325.000 zusätzliche Arbeitskräfte einstellen, nur um die gewachsene Bürokratie zu bewältigen. Das ist, als würden wir eine Großstadt nur für Formulare beschäftigen. Besonders belastend sind drei Bereiche: erstens die Vielzahl arbeits- und sozialrechtlicher Melde- und Nachweispflichten, zweitens die Vergabe- und Tariftreuevorgaben mit immer neuen Nachweiskaskaden.

Und drittens die Daten- und Berichtspflichten, die mangels digitaler Standards immer wieder doppelt und dreifach abgefragt werden. Was würde ich zuerst streichen? Alles, was doppelt ist, was nur dokumentiert statt schützt, und was sich digital in einem Verfahren bündeln ließe. Genau deshalb warne ich vor neuen zusätzlichen Bürokratiepaketen wie dem Tariftreuegesetz oder dem Entgelttransparenzgesetz. Entscheidend ist: One-in-two-out, digitale Standardprozesse, klare Fristen – und wenn der Staat Daten will, dann einmal und automatisch, nicht fünfmal per PDF.

Wie stehen die Chancen für ein anziehendes Wachstum in diesem Jahr? Rechnen Sie mit einem Wendepunkt?
Ein Wendepunkt ist möglich – aber nicht durch Hoffen, sondern durch Handeln. Wenn 2026 das Jahr wird, in dem wir Bürokratie abbauen, Kosten senken und Investitionen wieder attraktiv machen, kann sich die Stimmung drehen. Ich formuliere es so: Die deutsche Wirtschaft ist kein kaputter Motor, sie fährt nur mit angezogener Handbremse. Lösen wir Bürokratie, Abgaben und Energiepreise, dann kommt sie wieder in Fahrt. Bleibt alles wie es ist, riskieren wir eine Dauerkrise.

Über den Gesprächspartner:
Dr. Rainer Dulger ist seit 2020 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). In dieser Funktion vertritt er die Interessen von mehr als einer Million Unternehmen mit rund 30 Millionen Beschäftigten. Zuvor war er von 2012 bis 2020 Präsident von Gesamtmetall. Dulger ist Geschäftsführer der ProMinent-Gruppe, einem Familienunternehmen, das Dosierpumpen herstellt und weltweit vertreibt. Er hat in Kaiserslautern Maschinenbau studiert und wurde anschließend zum Dr.-Ing. promoviert.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der gedruckten Ausgabe Identität. Das Heft können Sie hier bestellen.

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Sabine Schritt ist leitende Redakteurin beim Human Resources Manager.

Sabine Schritt

Sabine Schritt ist Chefredakteurin des Magazins Human Resources Manager. Sie war zuvor 25 Jahre als freie Journalistin tätig. Nach verschiedenen Stationen im Tagesjournalismus und bei Ratgeber- und Lifestyle-Publikationen, beschäftigt sie sich seit über 15 Jahren intensiv mit Themen rund um die Arbeitswelt, HR und Führung. Die gebürtige Kölnerin war zudem bis 2012 stellvertretende Chefredakteurin des Schweizer Fachmagazins HR Today in Zürich. Anschließend war sie zehn Jahre als freie Redakteurin für das Fachmagazin Personalführung tätig. Sabines besonderes Interesse gilt den Aspekten:  Zusammenarbeit, Kommunikation, digitale Transformation, Kulturwandel in Unternehmen, Rollenverständnis von HR, Persönlichkeitsentwicklung.

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