Anleitung zur Demotivation

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Acht Tipps für demotivierte Mitarbeiter. (c) Thinkstock/Makkuro_GL
Sie wollen, dass die Mitarbeiter Dienst nach Vorschrift machen, ihre Aufgaben halbherzig angehen und lausige Ergebnisse erzielen? Dann haben wir acht Tipps für Sie.

1

Verordnen Sie Begeisterung und Spaß, auch wenn Mitarbeiter sich mit einer solchen Anweisung schwertun. Ihre Begründung dürfte aber einleuchtend sein: Niemand versteht mehr von dem Thema Spaß als die Personaler.

2

Hat ein Mitarbeiter Entwicklungsbedürfnisse, lassen Sie ihn im Unklaren darüber, wo er in drei bis fünf Jahren stehen könnte. Denn Überraschungen sind die Würze des Lebens.

3

Stecken Sie besonders viel Energie in eine starke Ansagekultur. Dazu sollte ein Extra-Modul  in der Führungskräfteentwicklung implementiert werden. Ihr Argument: Feedback verwirrt Mitarbeiter nur unnötig und frisst außerdem Zeit.

4

Haben Sie Mitarbeiter mit hohen fachlichem Know-how im Unternehmen identifiziert, helfen Sie ihnen, möglichst rasch in eine Führungsposition aufzusteigen. Notwendige Führungsqualitäten werden sie sich „on the job“ aneignen, darauf müssen Sie jetzt nicht achten.

5

Maßnahmen der strukturierten internen Kommunikation sind aufwendig, der Hype um strategische HR-Kommunikation überbewertet. Vergessen Sie nicht: Mitarbeiter können sich auch durch den Flurfunk informieren. Streuen Sie zu gegebener Zeit Gerüchte, das sorgt für Spannung.

6

Lassen Sie die Führungskräfte beim  Thema Mitarbeiterbewertungen allein: Gut ist es nämlich, wenn bei den Beurteilungen durch die Führungskräfte keinerlei System zu erkennen ist und die reine Willkür herrscht. Die Führungskräfte beurteilen die Mitarbeiter einfach nach Bauchgefühl.

7

Wenn Mitarbeiter Überstunden machen, erkundigen Sie sich vorsichtig, woran es liegen könnte: „Warum bist du so langsam, dass du deine Aufgaben nicht schaffst?“, oder „Bist du etwa so überfordert?“, sind bewährte
Gesprächsöffner. Künftig wird der Mitarbeiter seine Überstundenanzahl für sich behalten.

8

Entwickeln Sie eine einheitliche Personalpolitik für alle Mitarbeiter. Das spart Zeit und Geld.Und Individualität wird ohnehin überschätzt.