Arbeitsrechtler gründen Verband

| |

Unter den vielen politischen und nicht-politischen Interessenvertretungen gibt es seit Ende April nun auch eine für Arbeitsrechtler in Unternehmen. Der neugegründeten Bundesverbandes will der Arbeitsrechtspraxis eine Stimme zu geben und Wissenstransfer zu fördern.

Rund 30 Arbeitsrechtler aus dem ganzen Bundesgebiet haben an der Gründungsversammlung des Bundesverbandes der Arbeitsrechtler in Unternehmen, oder kurz BVAU, am 29. April in Heidelberg teilgenommen. Der Verband versteht sich als die unabhängige, bundesweit tätige, branchenübergreifende und personenbezogene Interessenvereinigung für Arbeitsrechtler in Unternehmen. Zudem wird betont, dass die Vereinsgründung ausschließlich Resultat einer von Arbeitsrechtlern in Unternehmen getragenen Initiative sei und sich der Verband nicht als sozialpolitische oder berufsständische Vereinigung, sondern als politisch unabhängige Interessenvertretung sieht.

Wie aus einer Mitteilung des Verbandes hervorgeht, lassen sich die Ziele des BVAU auf zwei Schwerpunkte zusammenfassen. Einerseits geht es den Verbandsmitgliedern um die Förderung eines praxisgerechten Arbeitsrechts und diesbezüglich um den Dialog und Austausch mit sozialpolitischen Verbänden und berufsständischen Vereinigungen, sowie um eine ausschließlich praxisbezogene Interessenvertretung gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

Der zweite Punkt auf der Agenda des BVAU ist der Informationsaustausch und Wissenstransfer zwischen den Mitgliedern des Verbandes und die Profilierung der Arbeitsrechtler in Unternehmen als „eine der wichtigsten Expertengruppen in Unternehmen und Wirtschaft“, wie es weiter heißt.

Parallel zum Gründungsakt wurde an dem Tag auch das erste Präsidium des neuen Verbandes gewählt. Erster Präsident des BVAU ist Alexander R. Zumkeller, Leiter HR Policies, Rewards und Benefits bei der ABB AG. Zu seinem Stellvertreter wurde Rupert Felder, Senior Vice President Global HR bei der Heidelberger Druckmaschinen AG, gewählt.

Mitgliederversammlung und Fachkongress sollen im November folgen.