Auf Rundreise im Unternehmen

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Sie ist seit Jahresbeginn Executive Vice President Global HR bei dem Getriebehersteller Getrag. Zuvor war sie Senior Vice President HR bei TMD Friction. Wir haben Tamara Barnekow einmal gefragt, warum es sie immer wieder zu Technologieunternehmen zieht.

Frau Barnekow, von Bosch über Lafarge zu TMD Friction und jetzt Getrag – Sie waren immer in sehr technologieorientierten Unternehmen tätig. Was steckt dahinter?
Es sind einfach sehr spannende Unternehmen. Ich bin selbst keine Technikerin, aber mich fasziniert Technologie. Die Menschen, die daran arbeiten, tun das mit einer großen Leidenschaft. Sie sind Vordenker, die gute Dinge noch besser machen wollen. Damit verkörpern sie viel von dem, was die Welt heute vorantreibt, und deswegen sind sie auch so gefragt. Technologieführer wie Getrag wollen sie gewinnen und fördern. Ich freue mich auf diese Aufgabe.

Wichtig sind mir auch die Werte, die in einem Unternehmen gelebt werden. Getrag hat hier eine lange Tradition. Diese an die heutigen Herausforderungen anzupassen, ist ein spannender Prozess, den ich gerne mitgestalte.

Getrag ist nicht nur in Europa, sondern auch in Nordamerika und China präsent. Wie unterscheiden sich diese Wirtschaftsräume aus HR-Sicht von unserem hier in Deutschland?
Unterschiedliche Regionen haben unterschiedliche Anforderungen, das ist auf dem Personalmarkt nicht anders als auf dem Markt für Getriebe. In Europa spielt zum Beispiel die Demografie eine immer wichtigere Rolle. Junge Menschen zu fördern ist hier ebenso wichtig wie ältere Kollegen weiterzuentwickeln. In China ist das Gewinnen und Halten von Mitarbeitern eine große Herausforderung. Die Nachfrage nach qualifiziertem Personal ist hoch und die Bindung an ein bestimmtes Unternehmen relativ gering. Deshalb müssen wir die richtigen Anreize bieten.

In den USA ist die Situation wieder ein bisschen anders. Als global agierendes Unternehmen haben wir ein gemeinsames Markenversprechen und weltweit gültige Werte. Wir müssen diese Anforderungen in Einklang miteinander bringen.

Wie haben Sie Ihre ersten Wochen im neuen Unternehmen gestaltet, um Leute und Aufgaben besser kennenzulernen?
Jedes Unternehmen hat seine eigene Kultur und die Menschen, die darin arbeiten, prägen diese. Mir ist es deshalb besonders wichtig zu verstehen, was Getrag und seine Mitarbeiter ausmacht. In den ersten Wochen war ich vor allem in der Unternehmenszentrale im schwäbischen Untergruppenbach und der Zentrale des Joint Ventures Getrag Ford Transmissions in Köln. Ich habe mit Managern und Mitarbeitern gesprochen und so schon erste Einblicke bekommen und wichtige Schnittstellen kennengelernt.

Als Nächstes geht es auf Reisen. Getrag hat 23 Standorte auf drei Kontinenten – dieses interkulturelle Zusammenspiel fasziniert mich besonders. Ich freue mich darauf, das globale Getrag Team weiter kennenzulernen.