Aufgeschlossen gegenüber Smartphones und Co.

Die Generation Y gibt sich sehr offen für die mobile Jobsuche. Für sie ist eine optimale mobile Unternehmensdarstellung zudem ein Attraktivitätsmerkmal bei der Wahl für einen Arbeitgeber.

Während andere aktuelle Studien die Zustimmung der Bewerber zu Mobile Recruiting eher zurückhaltend beurteilen, kommt eine Umfrage von Absolventa und der LMU München zu einem etwas anderen Ergebnis: Demnach sucht die Generation Y – in der Erhebung als die jüngste Generation auf dem Arbeitsmarkt befragt – verstärkt mobil nach neuen Jobs. Mit 43 Prozent suchen genauso viele Kandidaten über das Smartphone wie über einen stationären PC nach Jobs. Und 20 Prozent nutzen dazu ihr Tablet.

Auch für die mobile Bewerbung zeigen sich die Young Professionals offen. Mehr als die Hälfte würde sich mobil auf eine Stelle bewerben, so denn es die entsprechenden Möglichkeiten auf Karriere-Webseiten und Online-Jobbörsen gäbe. 13 Prozent haben sich bereits mobil beworben. Als Argumente dafür verweisen die Befragten auf die Flexibilität bezüglich Zeit und Ort der Bewerbung und auf die Schnelligkeit. Professor Ingo Weller, Leiter des Instituts für Personalwirtschaft an der LMU München, meint dazu: „Ganz offensichtlich treten im zukünftigen Bewerbungsverhalten ‚alte Werte‘ wie Sorgfalt und das Einhalten von Formalien in den Hintergrund und werden durch ‚neue Werte‘ wie Geschwindigkeit und Flexibilität ersetzt.“

Inwieweit Unternehmen auf den Trend der mobilen Arbeitssuche eingehen, hat für die Generation Y auch erheblichen Einfluss auf deren Attraktivität. 60 Prozent nehmen Firmen, die sich nicht optimal mobil präsentieren, als unattraktiven Arbeitgeber wahr und würden sich eher ungern dort bewerben. „Mobile“ Arbeitgeber hingegen gelten als modern, zukunftsfähig, dynamisch und erreichbar.

Insgesamt sind 97 Prozent der Befragten der Ansicht, dass die mobile Jobsuche in Zukunft noch wichtiger wird. Fast die Hälfte zeigt sich aber noch unzufrieden mit dem entsprechenden Angebot der Arbeitgeber und findet, dass die Karriere-Websites modernen mobilen Anforderungen nicht entsprechen. „Must-haves“ sind für die jungen Kandidaten dabei vor allem mobil optimierte Unternehmensinformationen (85 Prozent), mobil optimierte Stellenanzeigen (79 Prozent) und die Möglichkeit, sich mit dem eigenen Profil aus einem Business-Netzwerk bewerben zu können (40 Prozent).