Brasilianer wollen Karriere, Deutsche eher Sicherheit

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Für Brasilianer und auch für Chinesen sind die eigenen Karrieremöglichkeiten ausschlaggebend bei der Wahl des Arbeitgebers. Deutsche ticken da anders. Sie suchen eher Sicherheit, wie eine aktuelle Studie zeigt.

In den aufstrebenden Industrienationen Brasilien und China sind es vor allem die Karriereoptionen, mit denen man Mitarbeiter in die Unternehmen locken kann. Für über 60 Prozent der jungen Brasilianer sind die beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten das entscheidende Kriterium, wenn es um die Wahl des Arbeitgebers geht. Auch in China ist es mit 48 Prozent fast jeder zweite junge Erwachsende, der so denkt, wie die aktuelle Studie „War for Talents 2014“ zeigt.

Die Deutschen hingegen setzen bei der Wahl ihres Arbeitgebers deutlich andere Prioritäten. Hier ist vor allem die Sicherheit des Arbeitsplatzes, die für 54 Prozent der 18- bis 34-Jährigen ausschlaggebend ist. Unwichtig ist das Thema für Brasilianer und Chinesen jedoch nicht. Immerhin noch 48 beziehungsweise 44 Prozent messen der Arbeitsplatzsicherheit eine große Bedeutung zu.

Für die Verfasser der Studie sind die Ergebnisse ein Zeichen dafür, dass junge Deutsche eher ihrem Arbeitgeber lange treu bleiben, wenn sie sich dann für einen entschieden haben. Allerdings hätten sie auch ganz konkrete Vorstellungen, wie sich der Arbeitgeber ihrer Wahl um sie kümmern sollte. 53 Prozent beispielsweise erwarten, dass das Unternehmen regelmäßig firmeninterne Fortbildungen anbietet und somit – in der Interpretation der Studienverfasser – auch seine Wertschätzung für die Mitarbeiter zum Ausdruck bringt.

Für die Studie „War for Talents 2014“ wurden im Auftrag der Unternehmensberatung Staufen AG 3.000 junge Erwachsene in Deutschland, China und Brasilien befragt.