CEOs sollen in den sozialen Medien aktiv sein

Manager sind der Ansicht, dass sich Firmenchefs aktiv in den sozialen Medien engagieren sollten. Denn das wirkt sich positiv auf die Unternehmensreputation aus.  

CEOs mit einem eigenen Twitter-Account – das schien vor einiger Zeit noch undenkbar. Doch die Zeiten haben sich grundlegend geändert. Die sogenannten social CEOs sind nicht nur erwünscht bei ihren Mitarbeitern, sie bringen mit einem Engagament in den sozialen Netzwerken ihrem Unternehmen auch wirkliche Vorteile. Eine deutliche Mehrheit unter Führungskräften ist dieser Überzeugung. 76 Prozent sprachen sich laut einer aktuellen Studie von Weber Shandwick und KRC Research dafür aus, dass sich Unternehmenschefs in den sozialen Medien aktiv engagieren sollten. Befragt wurden weltweit rund 630 Führungskräfte.

80 Prozent der Manager, die in einem Unternehmen mit einem social CEO arbeiten, sehen den Vorteil von Aktivitäten in sozialen Netzwerken vor allem im “Teilen von Unternehmensneuigkeiten und Informationen”. Ebenfalls häufig genannt wurde die “Verbesserung der Unternehmensreputation” (78 Prozent), die “Vorstellung von Innovationen” (76 Prozent) sowie die “Vermenschlichung des Unternehmens” und die “Verbesserung der Mitarbeiterkommunikation” (75 Prozent).

CEOs sind die ersten Unternehmensrepräsentanten und die wichtigsten Botschafter ihrer Marken. Sie müssen nach außen und nach innen kommunizieren. Ein persönliches Facebook-Profil, ein Twitter-Account oder ein YouTube Kanal sind aber nicht unbedingt das richtige Instrument für jeden CEO. Die Studie hat ergeben, dass viele CEOs, die nicht in sozialen Netzwerken aktiv sind, mit ihren Mitarbeitern über ein unternehmenseigenes Intranet (50 Prozent) kommunizieren und sich über andere Möglichkeiten wie die Unternehmenswebsite Präsenz verschaffen (62 Prozent).

Die Hälfte der befragten Führungskräfte rechnet damit, dass die Nutzung von Social Media durch CEOs zunehmen wird. „Es wird von CEOs erwartet, Hauptlieferant von Content für ihr Unternehmen zu sein. Social Media ist ein effizientes und einnehmendes Kommunikationswerkzeug, um Informationen zu vermitteln”, sagt Leslie Gaines-Ross, Chief Reputation Strategist bei Weber Shandwick, „die Befragten assoziieren Präsenz in sozialen Netzwerken mit Führungskompetenz.”