Trotz abgesagter Weihnachtsfeier dem Team eine Freude machen

Niemand hat mehr Lust auf virtuelle Feiern, doch Mitarbeitende verdienen zu Weihnachten trotzdem ein Dankeschön. Hier ein paar corona-konforme Ideen.
© gettyimages / Popartic

Niemand hat mehr Lust auf virtuelle Feiern, doch Mitarbeitende verdienen zu Weihnachten trotzdem ein Dankeschön. Hier ein paar corona-konforme Ideen.

Wieder ein Weihnachten, das unter dem Einfluss der Corona-Pandemie steht – und erneut fällt die „klassische“ Weihnachtsfeier ins Wasser. Dabei drückt die gemeinsame Zeit in Form einer Betriebsfeier Wertschätzung für die geleistete Arbeit aus und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Mitarbeitendenbindung. Inmitten der vierten Corona-Welle braucht es neue Ansätze für ein Dankeschön ans Team.

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Am Laptop mit Glühwein zuprosten, Online-Escape-Games spielen oder Weihnachtslieder über das Headset singen: Bereits im letzten Jahr fand manch eine Weihnachtsfeier aufgrund der Corona-Pandemie virtuell statt. Und auch dieses Jahr wird es aufgrund der aktuellen Infektionslage nahezu keine Events in Präsenz geben. Schließlich steht die Gesundheit der Mitarbeitenden und verantwortungsvolles Handeln jedes Unternehmens im Kampf gegen das Virus ganz oben auf der Agenda.

Doch gibt es Alternativen für die Weihnachtssause? Für viele ist bei virtuellen Feiern die Luft raus. Denn nach rund zwei Jahren Pandemie hat die fortschreitende Digitalisierung zwar viele Vorteile gebracht, aber eins kann sie nicht ersetzen: soziale Kontakte jenseits des Bildschirms. Ein menschliches Grundbedürfnis, auf das es jedoch in der derzeitigen Situation dringend zu verzichten gilt. Daher sind auch Feiern unter 3G-Regeln, Outdoor-Aktivitäten oder kleinere Gruppen keine wirklichen Alternativen. So fordern Expertinnen und Experten schließlich, auf jegliche nicht notwendige Kontakte zu verzichten. Es ist ein Dilemma. Denn eine Weihnachtsfeier ist mehr als nur ein Event. Es ist die Zeit für Arbeitgeber, um Danke zu sagen, Wertschätzung zu zeigen, Raum für soziale Begegnung und Austausch zu schaffen – und sie müssen jetzt Wege finden, dies jenseits einer Feier zu schaffen.

Keine Weihnachtsfeier? Wie man dennoch Freude schenkt

Auch ohne ein rauschendes Fest können Unternehmen für einen gelungenen Jahresabschluss mit den Mitarbeitenden sorgen. Gemeinsame Zeit in einem Restaurant, bei einem Weihnachtsmarktbesuch und Co. ist in der aktuellen Lage zwar nicht umsetzbar, doch Zeitgeschenke seitens des Arbeitgebers sind möglich. Denkbar ist ein freier Tag zu Heiligabend oder Silvester, aber auch ein zusätzlicher Bonusurlaubstag im kommenden Jahr. Ein Vorteil: Durch den zeitlich gebundenen Urlaubstag können Arbeitgeber die zusätzliche freie Zeit ihrer Angestellten gut einplanen und der Betriebsablauf ist kaum betroffen. Die Rede auf der Weihnachtsfeier kann zwar nicht im üblichen Rahmen erfolgen, dennoch sollte die persönliche Wertschätzung des Einzelnen nicht auf der Strecke bleiben. Eine selbstgeschriebene Weihnachtskarte mit individuellen Worten ist oft mehr wert als eine Rede an die gesamte Belegschaft. Alternativ sind auch Videos oder Präsentationen denkbar, in denen einzelne Teams ihre Highlights aus dem Jahr präsentieren. So haben auch die Mitarbeitenden die Chance, ihre Erfolge zu zeigen. Abgerundet wird das Highlight durch eine Rede des Chefs mit persönlichen und dankenden Worten.

Zahlreiche Branchen hat die Corona-Pandemie mit voller Wucht getroffen. Das bedeutet für viele Menschen finanzielle Einbußen – ein materieller Benefit kann hier zu mindestens etwas Entlastung schaffen. Das gelingt beispielsweise mit einem Corona-Sonderbonus: Unternehmen können – völlig unabhängig von ihrer Branche oder wirtschaftlichen Situation – alle Mitarbeitenden steuer- und sozialabgabefrei mit bis zu 1.500 Euro unterstützen.  Bis zum 31. März 2022 kann der Sonderbonus als Gesamtbetrag oder in Teilbeträgen ausgezahlt werden – damit keine Abgaben anfallen, darf der Freibetrag nicht überschritten werden.

Warum braucht es Firmenevents?

Eine Alternative: die Weihnachtsfeier verschieben und dafür das Sommerfest größer ausfallen lassen. So findet das gemeinsame Firmenevent trotzdem statt – hoffentlich wieder unberührt von der pandemischen Situation.

Im schnelllebigen und anspruchsvollen Berufsalltag ist (gemeinsame) Zeit eine wertvolle Ressource. Unternehmen sollten diesen Benefit für ihre Angestellten nutzen – nicht nur im Rahmen einer Weihnachtsfeier. Vielmehr sollten im Laufe eines Jahres immer wieder kleine „Zeitinseln“ ermöglicht werden. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Sportaktivität, ein Team-Essen oder eben die Weihnachtsfeier handelt. Schließlich schweißen gemeinsame Erlebnisse zusammen – ein nachhaltiger Effekt auf das Wir-Gefühl im Team. Zudem wird das Wohlbefinden zwischen den Mitarbeitenden gestärkt, der kreative Austausch untereinander gefördert und die Bindung zum Arbeitgeber gefestigt.

Neben offiziellen Programmpunkten bieten Firmenevents immer auch Raum für Begegnungen. Ein lockeres Get-together ermöglicht es, (neue) Kolleginnen und Kollegen besser kennenzulernen. Das fördert den sozialen Austausch und hilft, die Kommunikation untereinander zu verbessern. Zugegebenermaßen ist dies in Präsenz leichter möglich. Mitarbeitende, die sich grundsätzlich über außerbetriebliche Themen gut unterhalten können, gelingt auch auf der Arbeitsebene eine effizientere Kommunikation. Und das wirkt sich positiv auf einzelne Betriebsabläufe aus.

Feiern sind eine gute Gelegenheit, mit einem Rückblick die gemeinsam erreichten Erfolge eines Geschäftsjahres Revue passieren zu lassen. Das zeigt Wertschätzung für die geleistete Arbeit, weckt Stolz in den Mitarbeitenden und gibt einen Motivationsschub für zukünftige Projekte. Ebenso wichtig ist ein Ausblick. Er zeigt nicht nur die Zukunftsvision des Unternehmens auf, sondern auch das Ziel, das gemeinsam erreicht werden soll. Nur wenn Mitarbeitende wissen, auf welches Ziel sie hinarbeiten und sie sich damit identifizieren können, wird ein Grundstein für den künftigen Unternehmenserfolg gelegt.

Doch bleiben wir optimistisch: Die Zeit zu feiern wird wieder kommen. Hier zum Schluss noch ein paar Tipps für ein unvergessliches Fest, wenn es wieder soweit ist:


4 „Must-haves“ einer erfolgreichen Betriebsfeier

Gutes Essen – Ebenso wie an Hochzeiten oder runden Geburtstagen wertet das Essen auch eine Betriebsfeier auf. Dabei müssen sich gesund und lecker nicht ausschließen. Arbeitgeber sollten viel Wert auf die Auswahl eines Menüs legen, nicht zu sparsam sein und die unterschiedlichen Essgewohnheiten im Blick behalten. Es sollte für jeden etwas dabei sein – für Veganer, Vegetarier und Fleischliebhaber.

Festrede – Eine Rede zeigt Wertschätzung. Mit folgenden Regeln gelingt es: kurz und bündig halten, positiv und anerkennend formulieren, humorvoll sein (nicht zwanghaft witzig), authentisch bleiben, frei sprechen, Floskeln vermeiden.

Abwechslung – Der Mix machts. Eine gute Mischung aus offiziellen Programmpunkten, Unterhaltung und ausreichend Zeit für den Austausch untereinander macht das Event ansprechend und kurzweilig.

Timing – Arbeitgeber sollten ein Veranstaltungsdatum wählen, an dem möglichst viele Mitarbeitende teilnehmen können. Zudem ist es wichtig, das Datum frühzeitig per Einladung mitzuteilen – insbesondere in der Urlaubszeit sind die privaten Terminkalender gut gefüllt.