Gesundheitsmanagement neu gedacht: Corporate Wellness

03.04.2019  |  Ralf Aigner
(c) gettyimgaes / fizkes
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BGM ist ein guter Ansatz, greift aber zu kurz, meint Ralf Aigner. Er ist überzeugt: Corporate Wellness ist die Zukunft der Gesundheit am Arbeitsplatz.

New Work braucht Corporate Wellness

Um den Beat von New Work zu vermitteln, braucht es einen zeitgemäßen Blick auf das Thema Mitarbeitergesundheit. Einen, der das grundsätzliche Wohlbefinden des Mitarbeiters in den Fokus stellt. Nur so gelingt es, der heutigen Arbeitswelt – die schnelllebig, flexibel und mobil ist – gerecht zu werden. Neben diesen Anforderungen ist es wichtig, auch die Erwartungen der Mitarbeiter zu berücksichtigen: Arbeitgeber sollten auf ihre individuellen Bedürfnisse eingehen. Mit Corporate Wellness kann jeder Arbeitnehmer mit Spaß und Engagement etwas für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden am Arbeitsplatz tun – die Voraussetzung ist das richtige Angebot.

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BGM ist tot – es lebe Corporate Wellness

Corporate Wellness hebt das Thema Mitarbeitergesundheit auf ein zeitgemäßes Level. Anders als beim klassischen betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) geht es um weitaus mehr als präventive Gesundheitsförderung. Im Fokus steht ein ganzheitliches bedürfnisorientiertes Konzept mit dem Ziel, die Fitness, die Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden des Mitarbeiters zu steigern. Hierfür braucht es keine starren, bürokratischen Prozesse mit belehrendem Charakter, die sich ausschließlich auf Maßnahmen zur Vorbeugung gesundheitlicher Risiken beziehen – und sowohl auf HR-Manager als auch die Mitarbeiter abschreckend wirken. Die Folge sind geringe Teilnehmerquoten bei klassischen BGM-Maßnahmen. Gefragt ist ein neuer Ansatz, der positiver besetzt ist, den New Work-Anforderungen gerecht wird und ein breites Angebot bietet, aus dem jeder individuell auswählen kann. Ob Yoga, Schwimmen, ein Obstkorb im Büro, Massagetermine oder ein Saunabesuch: Corporate Wellness stellt den Menschen in den Fokus. Es geht darum, dass sich der Mitarbeiter am Arbeitsplatz – und darüber hinaus – wohlfühlt, er mit Spaß trainiert, wann und wo es passt, auch mal neue Sportarten ausprobiert und sich Zeit für sich selbst nimmt.

Corporate Wellness – das Wichtigste auf einen Blick

1. Die Mischung macht´s: Vielfältige Maßnahmen, wie Fitnessprogramme, ein ausgewogenes Essensangebot und Leihfahrräder, sorgen für den Wohlfühlfaktor am Arbeitsplatz.

2. Eine sinnvolle Kombination aus digitalen (Tracking-Apps, Online-Plattformen etc.) und analogen Angeboten (Fitnessstudio, Entspannungskurs etc.) ergänzt sich zu einem stimmigen Gesamtpaket.

3. Gemeinsam mit Anbietern, wie beispielsweise Gympass, die Unternehmen die Möglichkeit bieten, ihren Mitarbeitern den Zugang zu einer Vielzahl von Sport-, Fitness- und Wellnesseinrichtungen zu ermöglichen, kann der Einzelne Angebote flexibel und zugeschnitten auf seine eigenen Bedürfnisse auswählen.

4. Mit Aktionen wie internen Team-Challenges und gemeinsamen Kochen in der Mittagspause steht der Spaß-Faktor anstatt Vorschriften und Regeln im Vordergrund.

Corporate Wellness: Win-Win-Situation für alle Beteiligten

Corporate Wellness zahlt sowohl auf das Retention-Management als auch das Recruiting ein. Wenn Fitness, Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden der Mitarbeiter gesteigert werden, wirkt sich das auf ihre Motivation und Produktivität aus. Für Unternehmen bedeutet das: ein leistungsfähiges Team, weniger Fehlzeiten und sinkende Krankheitskosten. Zudem kann ein individuell gestaltbares Well-Being-Programm ein entscheidender Recruiting-Faktor sein. Ein Gesundheitsmanagement, das mehr als die betriebliche Vorsorgeuntersuchung oder den jährlichen Aktionstag im Unternehmen bedeutet, ist ein attraktiver Benefit und spricht (potenzielle) Bewerber an. Ein entscheidendes Erfolgskriterium für Corporate Wellness: Dieser ganzheitliche, bedürfnisorientierte Ansatz darf kein Stiefkind im HR-Management sein. Für eine interne und dauerhafte Integration ist er als zentrales Anliegen Teil der Geschäftsstrategie und der Unternehmenskultur.