Deutsche Kultur macht es internationalen Fachkräften schwer

06.11.2019  |  Senta Gekeler
Internationale Fachkräften fällt es oft schwer, in Deutschland Freunde zu finden.
© Unsplash / Mimi Thian

In Deutschland ist der Anteil an Beschäftigten aus dem Ausland hoch. Doch laut einer Studie fällt es ihnen schwer, in der neuen Heimat Freunde zu finden.

Fachkräfte aus dem Ausland haben es in Deutschland nicht immer leicht: Laut Expat Insider Business Edition macht vielen vor allem der Mangel an sozialen Kontakten zu schaffen. So gaben 31 Prozent der in Deutschland lebenden Expats an, dass sie Probleme haben, in Deutschland Freunde zu finden. 27 Prozent finden keinen Zugang zur deutschen Kultur und 20 Prozent beklagen einen Mangel an gesellschaftlichen Kontakten und Freizeitaktivitäten.

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Deutsche sind verschlossen

Viele internationale Fachkräfte erleben die Deutschen und ihre Kultur als verschlossen. So sagte beispielsweise ein Mexikaner, dass die Deutschen „sozial distanziert“ seien und das eine große Hürde für Freundschaften sei. Ein Brasilianer meinte, dass es speziell für Ausländer schwer sei, Freunde zu finden. Eine Neuseeländerin erklärte, es sei nicht leicht, sich in die deutsche Kultur zu integrieren. Eine Italienerin bezeichnete die Menschen in Deutschland als „kühl und verschlossen“. Auch die Sprache kann eine Barriere darstellen; ein Belgier und eine Italienerin sagten, man müsse Deutsch sprechen, um soziale Kontakte zu schließen.

Deutschland beschäftigt die meisten Expats

Trotz dieser tristen Feststellung ist Deutschland ein Hotspot für internationale Fachkräfte. 10 Prozent der in der Studie befragten Expats leben in Deutschland. Damit nimmt Deutschland den ersten Platz als Einwandererland ein, gefolgt von der Schweiz (8 Prozent), den Vereinigten Arabischen Emiraten (7 Prozent), dem Vereinigten Königreich (6 Prozent) sowie China und den USA (jeweils 4 Prozent). An der Studie nahmen insgesamt 20.259 Expats mit 182 verschiedenen Nationalitäten teil, die in 187 verschiedenen Ländern leben.