Bund zahlt IT-Experten Prämien von bis zu 80.000 Euro

28.10.2019  |  HRM Online-Redaktion
Wer das Geld in Anspruch nimmt, verpflichtet sich deshalb im Gegenzug, den Arbeitgeber innerhalb der nächsten 48 Monate nicht zu wechseln. Beamten und Berufssoldaten erklären sich außerdem einverstanden, eine Funktion im jeweiligen Verwendungsbereich wahrzunehmen.
© gettyimages / ronstik

Der öffentliche Dienst braucht Fachkräfte. Deshalb will der Bund IT-Experten mit einer Prämie anlocken. Doch es gibt einen Haken.

Der Bund wirbt IT-Fachkräfte künftig mit Zulagen und Prämien von 44.000 bis zu 80.000 Euro. Das berichtet das Fachmagazin Heise.de. Die neue Regelung tritt zum Jahresbeginn in Kraft und ist Teil des Gesetzesentwurfs zur „Modernisierung der Strukturen des Besoldungsrechts“. Der Bundestag billigte den Vorschlag letzte Woche in der Nacht zum Freitag.

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Prämie ist an Auflage gebunden

Mit der neuen Prämie will der Bund für IT-Fachkräfte attraktiver werden und das Personal stärker binden. Wer das Geld in Anspruch nimmt, verpflichtet sich im Gegenzug, den Arbeitgeber innerhalb der nächsten 48 Monate nicht zu wechseln. Beamten und Berufssoldaten erklären sich außerdem einverstanden, eine Funktion im jeweiligen Verwendungsbereich wahrzunehmen. Die Höhe der Prämie orientiert sich an den jeweiligen Besoldungsstufen. Sie beläuft sich Heise.de zufolge auf 30 Prozent des monatlichen Grundgehalts beim Einstieg und ist auf bis zu 48 Monate bemessen.

Aufschläge für Stellen im sicherheitskritischen IT-Bereich

Im Zuge des neuen Gesetzes erhöht der Bund außerdem die Stellenzulagen für sicherheitskritische IT-Bereiche, etwa für das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI), die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (Zitis) oder den Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum (CIR) der Bundeswehr. Die pauschalen monatlichen Aufschläge liegen hier Heise.de zufolge bei bis zu 240 Euro monatlich.