Flexibilität zählt mehr als Gehalt

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Für die sogenannte Generation Y sind flexible Arbeitsverhältnisse deutlich wichtiger als das Gehalt – dies setzt Arbeitgeber unter erheblichen Anpassungsdruck.

Die Generation der heute 18- bis 33-Jährigen, die sogenannte Generation Y, hat klare Vorstellungen davon, was sie von ihrem Arbeitgeber erwartet. Ein Umstand, der von vielen Arbeitgebern deutliche Anpassungen erfordert, wie eine aktuelle Studie im Auftrag des Beratungsunternehmens PwC unter rund 44.000 PwC-Mitarbeitern nahelegt.

So ist es für viele Vertreter der zwischen 1980 und 1995 Geborenen nicht mehr erstrebenswert, zu Beginn ihrer Karriere auf Privates zu verzichten, um dafür später in einer gut dotierten Position zu arbeiten. Viel wichtiger sind eine gute Work-Life-Balance und die Möglichkeit, flexibel zu arbeiten. So würden 64 Prozent der befragten Millennials gerne gelegentlich von zuhause arbeiten. 21 Prozent der Frauen und 15 Prozent der Männer würden dafür sogar auf Gehalt verzichten. Hierin unterscheidet sich diese Generation jedoch kaum von Nicht-Mitgliedern der Generation Y, die sich mit 66 Prozent inzwischen ebenfalls mehr Flexibilität bei der Bestimmung von Arbeitszeit und -ort wünschen.

Zudem hat die Bindung an den Arbeitgeber abgenommen, wie die Verfasser der Studie feststellen. Was jedoch nicht bedeutet, dass die heute 18- bis 33-Jährigen einen häufigen Arbeitsplatzwechsel bevorzugen. 62 Prozent von ihnen erwarten neun Jahre oder länger für ein und demselben Arbeitgeber tätig zu sein. Bei Nicht-Millennials liegt dieser Wert bei 70 Prozent. Die Autoren der Studie schlussfolgern daraus, dass sich die Haltungen zur Arbeit, die in der Regel den Vertretern der Generation Y zugeschrieben werden, inzwischen auch auf ältere Generationen zutreffen. Sie sehen darin Anzeichen für einen generationenübergreifenden Wandel.

Für die Studie wurden durch die University of Southern California und der London Business School (LBS) weltweit rund 44.000 Mitarbeiter von PwC befragt. Zwei von drei PwC-Mitarbeitern sind zwischen 18 und 33 Jahre alt, die große Mehrheit sind Wirtschaftswissenschaftler und Juristen.