Gemischtes Führungspersonal sorgt für Zufriedenheit

07.03.2019  |  Senta Gekeler
(c) gettyimages/Ridofranz
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Beschäftigte identifizieren sich mehr mit ihrem Arbeitgeber, wenn in der Führungsetage ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Männern und Frauen besteht.

Dass gemischte Teams bessere Entscheidungen treffen, ist bereits erforscht. Nun hat eine aktuelle Studie von Peakon ermittelt, dass sich ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis in der Führungsetage positiv auf die Zufriedenheit der Angestellten im ganzen Unternehmen auswirkt. Peakon hat für die Studie knapp 60.000 Mitarbeiter*innen aus 173 internationalen Unternehmen anonym befragt. Außerdem werteten sie Antworten von 2.733 Führungskräften aus, davon 1.003 Frauen.

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Mehr Unabhängigkeit und Identifikation

In Unternehmen, in denen der Frauenanteil in Führungspositionen mindestens 50 Prozent beträgt, genießen die Mitarbeiter*innen deutlich mehr Unabhängigkeit – hier gibt es nämlich öfter die Möglichkeit für flexible Arbeitsmodelle wie Homeoffice. Schon allein das sorgt dafür, dass die Beschäftigten mit ihrem Job sehr viel zufriedener sind als diejenigen, die diese Möglichkeit nicht haben.

Zudem identifizieren sich Mitarbeiter*innen von Unternehmen mit vielen Führungsfrauen mehr mit ihrem Arbeitgeber. Sie glauben häufiger an die Unternehmensziele und sind der Meinung, dass ihr Unternehmen sich in die richtige Richtung entwickelt. Auch würden Sie das Produkt oder die Dienstleistung ihres Arbeitgebers eher an Freunde und Familie weiterempfehlen.

Martin Daniel, Community Manager bei Peakon, schließt daraus, dass es Unternehmen mit gemischtem Führungspersonal besser gelingt, Unternehmensziele zu kommunizieren und Management-Entscheidungen verständlich zu machen. Denn heterogene Führungsteams repräsentieren die heterogene Belegschaft besser: „Es fällt einfach leichter, Menschen zu verstehen, die einem selbst ähnlich sind“, so Daniel. „Die Auswertung der Ergebnisse zeigt, dass es nur von Vorteil sein kann, wenn Unternehmen mehr Mut dazu haben, Frauen Führungspositionen anzuvertrauen. Ein ausgeglichenes Verhältnis wirkt sich nachweislich positiv auf das Mitarbeiter-Engagement aus.”