Hingehört bei Frank Eilers: Unser Podcast-Tipp

Podcast
Frank Eilers und sein Podcast „Arbeitsphilosophen“ © Daniel Mühlebach

Der Podcast Arbeitsphilosophen wurde von Frank Eilers 2014 ins Leben gerufen. Seit der Neuauflage im Jahr 2018 sind mehr als 130 halb- und ganzstündige Folgen erschienen. Frank Eilers‘ Anliegen ist es, Menschen zu animieren, die Zukunft der Arbeit bewusst zu gestalten. Er möchte durch tiefe Gespräche zeigen, was heute schon möglich ist in Sachen Organisationsentwicklung, Führung, ­Kommunikation und Selbstentwicklung.

Herr Eilers, weshalb haben Sie den Podcast Arbeitsphilosophen ins Leben gerufen?
Ich hatte 2014 in meinem Freundeskreis etwas Komisches beobachtet. Die einen standen kurz vor einem Burnout, die anderen langweilten sich permanent und waren eher beim Boreout. Das fand ich absurd und ich fragte mich: Warum gibt es diese Extreme? Wo ist eigentlich die Mitte? Gibt es die überhaupt? Ich sprach mit unterschiedlichen Menschen, die sich mit diesen Fragestellungen beschäftigten. Der wichtigste Impuls kam dann von einem alten Bekannten aus meiner Heimat Ostfriesland. Er fragte mich, warum ich diese Gespräche nicht einfach aufzeichne und ins Netz stelle. Das fand ich interessant. Einige Monate später ging die erste Episode online.

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Worum drehte sich diese Folge?
Am 23. Juli 2014 veröffentlichte ich eine Episode mit der Psychologin und Unternehmerin Nadja Petranovskaja und wir sprachen über ein erfüllendes Arbeits­leben. Diese Folge ist heute leider nicht mehr verfügbar, aber ich habe Nadja in diesem Jahr wieder eingeladen zum Thema „Nachhaltiges Glück oder hedonistische Tretmühle“.

Wie sind Sie auf den Namen Ihres Podcasts gekommen?
Das ging relativ schnell. Mein Gedankengang damals war: Ich spreche mit anderen Menschen über die Arbeit und wir haben dabei eine gewisse Flughöhe, oft philosophieren wir und stellen uns eine bessere Arbeitswelt vor. Daraus abgeleitet war Arbeitsphilosophen für mich der einzig logische Name.

Ging schon einmal etwas gehörig schief?
Es gab so manche Episode, die aus technischen Gründen neu aufgenommen werden musste. Das gehört wohl dazu. Leider gab es auch eine Aufnahme, die inhaltlich unglaublich schwach war. Diese Datei habe ich stillschweigend gelöscht und es gab auch danach keinen weiteren Kontakt.

Welcher Gast hat Sie am meisten beeindruckt?
Der Wirtschaftsphilosoph Frédéric Laloux, weil er trotz seines großen Erfolges ein ganz anderes Leben führt und seinen Prinzipien treu bleibt. Diese Haltung finde ich bis heute faszinierend.

Mit welcher berühmten Person würden Sie in Ihrem Podcast am liebsten einmal ­sprechen?
Ich würde gern einmal Thomas Gottschalk über Authentizität im Entertainment interviewen. Ich glaube, dass die Arbeitswelt ein bisschen mehr gottschalksche Lockerheit vertragen könnte. Humor ist selten in ihr zu finden.

Wie kommen Sie auf die Themen, die Sie im Podcast besprechen?
Meistens durch Zufälle. Ich lese oder höre etwas, stelle mir eine Frage und dann beginnt meine Recherche. Viele Themen und Empfehlungen erhalte ich auch von Leuten, die den Podcast hören, oder direkt von meinen Gästen. Das freut mich jedes Mal aufs Neue.

Welche Podcasts gehören zu Ihren Lieblingen?
Ich höre gern Deffner & Zschäpitz. Das ist ein Podcast von zwei Wirtschaftsjournalisten, die sich ganz offen streiten, manchmal richtig laut werden und das schaffen, was in unserer Gesellschaft immer weniger zu finden ist: eine andere Meinung zu vertreten und trotzdem jede Woche wieder neu anzufangen.

Welchen Podcast würden Sie in dieser Rubrik gerne einmal sehen?
Es gibt viele tolle Podcasts. Wenn ich nur einen erwähnen darf, dann den Podcast Geil Montag von Paul Berg und Lasse Kroll. Sie bieten tolle Perspektiven abseits des Mainstreams.

Frank Eilers, Keynote Speaker zu den Themen Zukunft der Arbeit, digitale Transformation und künstliche Intelligenz.
Frank Eilers © Daniel Mühlebach

Frank Eilers ist Keynote Speaker zu den Themen Zukunft der Arbeit, digitale Transformation und künstliche Intelligenz. Seinen Podcast startete er als Hobby. Mittlerweile ist der Podcast jedoch zum Fundament seiner Vorträge über die Arbeitswelt geworden. Der gebürtige Ostfriese lebt in Berlin.