Hochqualifizierte Kandidaten auf Empfehlung

Die Suche nach passenden Fachkräften hat für deutsche HR-Manager oberste Priorität. Dafür setzen sie vermehrt auf Empfehlungsprogramme, Internet-Stellenbörsen werden hingegen deutlich unwichtiger.

Gefragt nach ihren Hauptprioritäten bezüglich der aktuellen Personalgewinnungs-Strategie antworten 58 Prozent der von LinkedIn für die Studie „Global Recruiting Trends“ befragten deutschen HR-Verantwortlichen, dass das Einstellen und Gewinnen von hochqualifizieren Kandidaten für sie Priorität hat.

Dafür setzen sie auf verschiedene Quellen, die sich allerdings stark hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Personaler unterscheiden. Aktuell besonders hoch im Kurs sind bei ihnen vor allem Programme für Mitarbeiterempfehlungen (40 Prozent). Im Vorjahresvergleich haben diese um ganze 22 Prozentpunkte zugelegt und verzeichnen damit den stärksten Anstieg. Personalvermittlungsagenturen liegen zwar mit 43 Prozent  in der Bedeutung noch über den Empfehlungsprogrammen, allerdings hat deren Gewicht für die Personaler gegenüber dem Vorjahr (46 Prozent) leicht abgenommen. LinkedIn selbst hat zwar verständlicherweise das Wachstum bei den Online-Businessnetzwerken hervorgehoben, allerdings liegen diese mit 37 Prozent Zustimmung nur auf Rang drei und verbuchten im Vergleich zum letzten Jahr auch nur einen Zuwachs von 13 Prozentpunkten.

Immer weniger wichtig sind den HRlern hingegen überraschenderweise die Stellenbörsen im Internet, diese waren 2012 noch die meistgenannte Quelle für hochqualifizierte Kandidaten (60 Prozent), 2013 sinkt die Zahl auf nur noch 34 Prozent. Da auch die internen Stellenbesetzungen als immer wichtiger erachtet werden, zeigt die Studie recht deutlich den Trend hin zu mehr Einstellungen über persönliche Kontakte.

Gefragt nach den wichtigsten und dauerhaftesten Trends bei der Beschaffung von Fachkräften nennen die Personalverantwortlichen in Deutschland an erster Stelle mit 43 Prozent, fast gleichauf mit der Nutzung sozialer und beruflicher Netzwerke, die Stärkung der Arbeitgebermarke. Deren Bedeutung ist im vergangenen Jahr von schon hohen 69 Prozent auf 84 Prozent angestiegen. Außerdem sagen mit 93 Prozent fast alle Befragten, dass man mehr oder zumindest gleich viel darin investieren wolle.