Höhere Fixgehälter für Banker

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Für viele Angestellte der europäischen Finanzinstitute werden in den nächsten Jahren die festen Bestandteile ihrer Vergütung steigen. Hintergrund sind die Boni-Decklungen, die 2014 EU-weit in Kraft treten.

Ab kommendem Jahr gelten mit der Capital Requirements Directive (CRD) IV in der Europäischen Union neue Regelungen für variable Vergütungsanteile von Mitarbeitern, deren Tätigkeit mit besonderen Risiken verbunden sind. Auf 100 Prozent des Festgehaltes sollen Bonuszahlungen fortan begrenzt werden. Als Reaktion darauf passen viele Finanzinstitute die Gehälter ihrer betroffenen Angestellten bereits 2013 an, wie eine Studie der Unternehmensberatung Mercer nun zeigt.

Knapp 24 Prozent der Finanzinstitute planen, die fixen Vergütungsbestandteile noch in diesem Jahr zu erhöhen. Für 2014, also dem Jahr, in dem die neuen Regelungen in Kraft treten, will über die Hälfte (57 Prozent) eine Anpassung der Festgehälter vornehmen.

Das Gros der Finanzinstitute (93 Prozent) geht davon aus, dass die neuen Regelungen zu einer Verschiebung der Wettbewerbsvorteile auf dem globalen Finanzmarkt führen werden. Mit einer Verbesserung der eigenen Konkurrenzfähigkeit rechnen jedoch nur 18 Prozent.

Dementsprechend gehen 89 Prozent davon aus, dass langfristig Leistungen jenseits von Festgehalt und Boni wichtiger werden, beispielsweise flexible Arbeitszeitmodelle, Trainings oder Maßnahmen zur Karriereentwicklung. So planen 39 Prozent der europäischen Finanzinstitute für 2014 eine Erhöhung der Nebenleistungen für die von den neuen Regelungen betroffenen Mitarbeiter.

Für die Studie „Global Financial Services Executive Remuneration Report“ von Mercer wurden weltweit 78 Finanzdienstleister befragt, 36 davon in Europa.