HR als strategische Partnerin in Diversity

In einer führenden Rolle der Diversity-Strategie wird HR zur strategischen Partnerin der Geschäftseinheiten beim Erreichen von Unternehmenszielen.
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In einer führenden Rolle der Diversity-Strategie wird HR zur strategischen Partnerin der Geschäftseinheiten beim Erreichen von Unternehmenszielen.

Verbesserungen bei Diversity (Streuung der Profile), Equity (Gleichberechtigung) und Inclusion (Teilhabe am Geschehen) können sich positiv auf das normative und strategische Management auswirken. Wo HR die Führung für die Umsetzung der entsprechenden DEI-Vorteile hat, übernimmt die HR-Abteilung die Rolle als strategische Partnerin für die Geschäftseinheiten bei der Erreichung von Unternehmenszielen.

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Vier Vorteile für das Unternehmen durch DEI können mit vier Auslegungen des normativen Managements sowie mit vier typischen strategischen Wettbewerbsvorteilen in Verbindung gebracht werden. Die Vorteile werden durch DEI-Massnahmen erzielt, die das Potenzial von sämtlichen Mitarbeitenden gleichwertig freisetzen, ohne bestimmte Individuen oder Gruppen zu bevor- oder zu benachteiligen.

Steigerung der Branchenführerschaft durch diversifiziertes Fachwissen

Durch Diversity steht ein Unternehmen gesamten Zielgruppen von Recruiter:innen offen beziehungsweise sucht eine Erweiterung des Spektrums der Kandidat:innen aktiv. Das breiter aufgestellte Auswahlverfahren führt dazu, dass die kompetentesten Mitarbeitenden überhaupt für das Unternehmen rekrutiert werden. Dank Equity setzen sie ihr Fachwissen am Arbeitsplatz ein und erlangen dabei Anerkennung und Autorität. Durch Inclusion nehmen sie an Entscheidungen teil und werden befördert. Dadurch entfaltet sich ihr Fachwissen und Führungsqualitäten bestens und so wird ihr Beitrag zum Erfolg des Unternehmens maximiert.

Diese von HR in strategischer Partnerschaft mit den Geschäftseinheiten umgesetzten DEI-Vorteile eignen sich am besten für Unternehmen mit dem normativen Ziel, in ihrer Branche führend zu sein. Das Ziel wird oft mit der Strategie von funktionaler Exzellenz erreicht, welche die DEI-Massnahmen ebenfalls fördern.

Bedienung des Marktspektrums durch Personal mit unterschiedlichem Hintergrund in den Prozessen

Durch Diversity kann eine Bandbreite an Personal rekrutiert werden, die bei der Erfassung von Marktinformationen feinfühliger auf die Präferenzen der immer vielfältiger werdenden Kunden eingeht. Equity stellt sicher, dass diese Mitarbeitende mit unterschiedlichem Hintergrund an der Festlegung der Designanforderungen für neue Produkte und Dienstleistungen voll beteiligt sind. Somit wird die Bandbreite der Nachfrage auf dem Markt in der Produktentwicklung berücksichtigt werden. Durch Inclusion wird die Sensibilität dieser Mitarbeitenden in die Marketingkampagnen integriert, welche die Bandbreite der Kundschaft erfolgreich ansprechen. Darüber hinaus führen Minderheiten tendenziell zu einer größeren internen Vielfalt in den Prozessabläufen, was der Umgang mit Marktdynamik verbessert und somit die Resilienz und Kreativität steigert.

Diese DEI-Vorteile, realisiert in Partnerschaft zwischen HR und den Geschäftseinheiten, eignen sich am besten für die Strategie, Rundum-Nutzen für die breite Masse des Marktes zu generieren. Oft normative Werte wie gegenseitiger Respekt und Teamwork sind damit verbunden, weil sie die Zusammenarbeit in den Prozessabläufen schmieren. Die Resilienz und Kreativität in den Prozessen aufgrund einer ausgereiften DEI-Politik verstärken die Fähigkeiten, Rundum-Nutzen in dynamischen Märkten weiterhin zu generieren.

Ergreifen von Marktchancen durch vielfältige Fähigkeiten von Fachkräften mit nicht-konventionellen Hintergrund

Diversity kann Fachkräften mit einer ausgedehnten Bandbreite an Erfahrungen und Lebenssituationen in ihrem Werdegang rekrutieren, die tendenziell wahrnehmungsfähiger sind für die „schwachen Signalen“ aus den unterschiedlichsten Quellen, welche auf Marktchancen hinweisen. Equity befähigt sie zu „Intrapreneur“ – Unternehmer:innen im Umfeld eines Unternehmens – um die Chancen durch die Entwicklung neuer Lösungen zu verfolgen. Durch Inclusion integriert das Unternehmen die entwickelten Lösungen in das Marktangebot des Unternehmens vollständig. Solche Intrapreneur:innen sind zudem möglicherweise eher an Abwechslung und Veränderung in ihrer Lebensführung gewöhnt. Sie können womöglich die Agilität des Unternehmens erhöhen.

Die „ intrapreneurialen“ DEI-Vorteile aus der Zusammenarbeit von HR und den Geschäftseinheiten eignen sich am besten für Unternehmen mit dem normativen Ziel, konkrete Ziele beziehungsweise Ventures zu verfolgen. Die damit verbundene Strategie generiert Wettbewerbsvorteile durch das Anbieten neuer technologischer Lösungen, um neu entstehenden Kundenverhaltensweisen gerecht zu werden. Die Strategie wird gefördert durch Maßnahmen zur Erweiterung des Spektrums sowie zur Ermächtigung des Einsatzes von Intrapreneurs, die zum Ergreifen von neu entstehenden Marktchancen beitragen.

Ansprechen der latenten Nachfrage durch Kollaboration von Fachspezialist:innen mit unterschiedlichem Profil

Betrachten wir zunächst die normative Vision, die Lebensqualität der Kund:innen zu verbessern. Diese wird oft durch die Strategie erreicht, latente Nachfrage zu adressieren. Lösungen für die latente Nachfrage bestehen typischerweise aus mehreren modularen Elementen mit unterschiedlichen Funktionalitäten. Die Elemente sind derart fein miteinander abgestimmt, dass das Ganze größer als die Summe der Teile ist.

Diversity kann Fachspezialist:innen mit unterschiedlichem Profil rekrutieren, die einen tiefen Bezug zu unterschiedlichen Kundensegmenten haben, um die latente Nachfrage zu identifizieren. Zudem können solche Spezialist:innen tendenziell über mehr Fähigkeiten und Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Menschen, die eine andere Denkweise als sich selber pflegen, verfügen. Genau diese Herausforderung stellt sich bei der Abstimmung der funktionalen Elemente in der Gesamtlösung: jede:r Spezialist:in denkt «anders». Equity unterstützt die Spezialisten bei der vollumfänglichen Abstimmung der funktionalen Elemente in der Gesamtlösung. Inclusion stellt die Kollaboration zwischen der entwickelten Lösung und den anderen Unternehmensbereichen, beispielsweise Einkauf, Produktion und Marketing, zur Vorbereitung der Markteinführung sicher.

Fazit

Indem HR mit den Geschäftseinheiten zusammenarbeitet, um DEI in der Organisation zu verbessern, kann sie zu einer wichtigen Partnerin bei der Verwirklichung von normativen und strategischen Managementzielen werden.