Karriere mit Benimm

Gerade im Geschäftsleben ist sicheres und stilvolles Auftreten wichtig. Um die gängigsten Fettnäpfchen zu umschiffen, die einem im Berufsalltag so begegnen können, helfen die Tipps aus Horst Hanischs kleinem Knigge.

Der Knigge ist nicht nur was für Benimmliebhaber und Perfektionisten, für Leute, die es ganz genau nehmen und zuhause ihre Unterwäsche bügeln. Im Gegenteil, ein bisschen was über Knigge und angemessene Umgangsformen zu wissen, schadet keinem von uns. Insbesondere für die Anzug- und Blusenträger unter uns kann er enorm hilfreich sein.

Oder wussten Sie, worauf es ankommt, wenn man beim ersten Treffen einen bleibenden Eindruck hinterlassen will? Was für eine Rolle dabei ein guter Händedruck und fester Blickkontakt spielt? Dass das Erheben bei der Begrüßung einen entscheidenden Beitrag zur anfänglichen Sympathie leistet? Nein? Dann sollten Sie dringend mal einen Blick in das Handbuch „Knigge für Beruf und Karriere“ von Horst Hanisch werfen. Darin wird nicht nur erklärt, welche Gabel man zuerst benutzt und welches Messer zuletzt, sondern auch, mit welchem Krawattenknoten man überzeugen kann und wann ein Blick aufs Handy gestattet ist und wann eher nicht.

Außerdem können Sie da lernen, dass Lockerheit, Souveränität und Respekt gerade bei ersten Begegnungen und Vorstellungsgesprächen eine große Rolle spielen, genauso wie ein unschlagbares Lächeln und die richtige Begrüßung. So kann zum Beispiel ein fester Blick in die Augen dem Gegenüber schon die nötige Aufmerksamkeit geben, die er braucht, um sich sicher und ernst genommen zu fühlen.

Aber auch eher banale Dinge wie, wann darf ich mein Jackett öffnen oder was mache ich, wenn ich zu früh zum vereinbarten Termin erscheine, werden in dem Buch für Sie aufgelöst. So ist es zum Beispiel angebracht, das Jackett nur zu öffnen, wenn man sich in einem sitzenden Zustand befindet, sobald man sich allerdings erhebt – und mag es nur für die Begrüßung sein – muss mindestens einer der zwei oder drei Knöpfe geschlossen werden. Im Gegenzug sollten Sie sich, wenn Sie bei einem Termin zu früh erscheinen, lieber ein paar Minuten die Beine vertreten als dem Kollegen hektische „Ich-warte-aber-schon“ Anrufe zu verpassen. Auch sollten Sie es vermeiden in einem Taxi zu essen oder zu trinken oder so viel Schmuck anzulegen, dass Sie aussehen wie ein behängter Weihnachtsbaum.

Das Buch gibt Ihnen allerdings nicht nur Aufschluss über Etikette und Regeln, sondern auch darüber, wie Sie eine große Party richtig vorbereiten, wie Sie sich zu welchem Anlass am besten kleiden und wie die Kunst des guten Smalltalks richtig funktioniert. Außerdem erfährt man, was viele unterbewusste Gesten bei unseren Mitmenschen so auslösen können. Zum Beispiel kann die Tatsache, dass Sie Ihrem Gesprächspartner bis zu weniger als 50 Zentimeter auf die Pelle rücken, schon als Verschwörung oder unangenehme Geheimnistuerei gedeutet werden.

Alles in allem vermittelt das Buch die Botschaft, dass das höchste Gut in der Authentizität liegt. Je ehrlicher Sie sind, je direkter Sie eventuell auch unangenehme Dinge ansprechen, desto wahrscheinlicher ist, dass Sie gut ankommen und Erfolg haben.

Wenn Sie sich also nicht nur für gute Manieren und die richtige Benutzung einer Serviette interessieren, sondern auch für die feinen Unterschiede in Umgang und Ansprache, dann lohnt der Griff zu diesem Buch, denn es ist in jedem Falle eine Bereicherung, insbesondere für die großen Kleinigkeiten und unwichtigen Wichtigkeiten, die in Sachen Beruf und Karriere den Unterschied machen können.