Kein Tabu mehr: Mental Health am Arbeitsplatz (sponsored)

Die Corona-Pandemie rückt das Thema mentale Gesundheit in den Fokus der Öffentlichkeit.
© gettyimages / KatarzynaBialasiewicz

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Die Corona-Pandemie rückt das Thema mentale Gesundheit in den Fokus der Öffentlichkeit.

Corona hält Gesellschaft und Wirtschaft in Unsicherheit. Viele Unternehmen und ihre Mitarbeiter sind hart getroffen. Millionen von Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz, Tausende von Firmen müssen schließen. Wachsende Arbeitsbelastung, Isolation und die Sorge vor einer Ansteckung sorgen für zusätzlichen Stress.

Die außergewöhnliche Situation ermöglicht aber auch die Enttabuisierung einiger Themen: So rückt etwa die mentale Gesundheit, sonst eher ein Thema in Arztpraxen oder hinter vorgehaltener Hand, vermehrt ins Blickfeld. Die Krankheitskosten durch psychische Erkrankungen betragen laut Statistischem Bundesamt (Destatis) rund 44,4 Milliarden Euro. Daher schenkt auch die Führungsetage dieser Herausforderung nun neue Beachtung.

Als Technologieunternehmen ist es für uns wichtig herauszufinden, wie Innovationen und Technologien unser Leben einfacher machen können. Vor drei Jahren haben wir in unserer AI@Work-Studie gefragt, wie Arbeitnehmer zu neuen Technologien, insbesondere Künstlicher Intelligenz (KI), stehen. Als Homeoffice zur Norm wurde, wollten wir die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit besser verstehen. Unsere jüngste Umfrage zeigt, dass 2020 das bisher stressigste Jahr ist. In Deutschland verspürten 52 Prozent der Befragten mehr Stress und Angst am Arbeitsplatz als in jedem Jahr zuvor. Bei 68 Prozent litt dadurch die mentale Gesundheit, was oft weiteren Stress zur Folge hatte.

Mentale Gesundheit kein Nischenthema

Fragen zur mentalen Gesundheit wurden lange Zeit abseits der Arbeitswelt behandelt. Die aktuellen Ereignisse haben allerdings dazu geführt, dass Privat- und Arbeitsleben häufiger überlappen. 77 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sagen, dass psychische Gesundheitsprobleme sich in Schlafmangel oder der Isolation von Freunden ausdrücken und sich insgesamt negativ auf die körperliche Gesundheit auswirken. Das beeinträchtigt die Arbeitsmoral. Aber nicht genug: Laut Studie arbeiten 28 Prozent der Deutschen im Homeoffice zudem mehr als 40 zusätzliche Stunden pro Monat. 15 Prozent von ihnen hatten aufgrund der Arbeitsüberlastung durch die Pandemie bereits ein Burnout.

Mitarbeiter bevorzugen Chatbots

Bei solchen Herausforderungen wenden sich Menschen vermehrt technologischen Lösungen zu. 56 Prozent der deutschen Arbeitnehmer würden beispielsweise lieber mit einem KI-gestützten Ansprechpartner als mit ihrem Vorgesetzten über Stress und Angst bei der Arbeit reden. 70 Prozent sind offen für eine KI als Therapeut oder Berater. Gespräche mit einem Chatbot bieten dabei Vorteile wie eine urteilsfreie Beratung, unvoreingenommene Gespräche über Probleme und schnelle Antworten. Für 68 Prozent der Deutschen ist KI bereits eine Hilfe im Job, indem sie etwa wichtige Informationen bereitstellt, Aufgaben automatisiert und damit Stress reduziert.

Vier Tipps für mehr Mental Health im Job

  1. Empathie als Grundlage: Einfühlungsvermögen ist essentiell, um die Gefühle anderer verstehen und teilen zu können. Für Manager und Führungskräfte bedeutet das zunächst einmal, dass sie zuhören und sich auf die Gedanken und Empfindungen ihrer Mitarbeiter einlassen sollten, um dann gemeinsam Wege zu finden, mit einer Situation klar- oder aus ihr herauszukommen. Vermehrt setzen Unternehmen hier auf den Einsatz von digitalen Assistenten (Bots), die Mitarbeiter online unterstützen.
  2. Mitarbeiter müssen sich dazugehörig und wohl fühlen: Der digitale Arbeitsplatz sollte einladend und mit positiven Konnotationen besetzt sein – vor allem in Zeiten, in denen immer mehr zu Hause gearbeitet wird. Die Konzentration auf wichtige Aufgaben kann allein durch das Gefühl eingeschränkt werden, nicht alle notwendigen Informationen zur Verfügung zu haben. Langfristig kann sich die isolierte Arbeit auf die mentale Gesundheit des Einzelnen auswirken. Was kann dem entgegenwirken? Führungskräfte sollten sich Zeit für persönliche Gespräche nehmen und dabei Anerkennung für die Beiträge des Einzelnen einfließen lassen.
  3. Tiefergehende Gespräche fest einplanen: Wöchentliche Einzelgespräche im Büro konzentrieren sich oft auf aktuelle Projekte oder Leistungen, die besondere Anerkennung verdienen. Aktuell bietet es sich an, vermehrt das persönliche Befinden zu adressieren, insbesondere in Unternehmen, in denen es möglicherweise zu Kurzarbeit, Zwangspausen oder Entlassungen gekommen ist. Die Mitarbeiter wollen gehört werden und verstehen, wie das Management agiert.
  4. Spezielle Tage zur Förderung der mentalen Gesundheit: Manchmal ist es einfach nicht möglich, den normalen Arbeitstag mit den sich überschlagenden Ereignissen in Balance zu halten. Daher sollten Mitarbeiter ermutigt werden, sich regelmäßig Zeit für sich zu nehmen, um Kraft zu tanken.