Meine digitale Welt: Ali Mahlodji

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Ali Mahlodji nutzt ziemlich viele Apps – sogar im Schlaf. Dementsprechend umfangreich ist seine Toolbox an Digitalem. Dennoch weiß er durchaus ein echtes Gespräch zwischen Menschen zu schätzen. 

Ein internationales Unternehmen in einem kompetitiven Markt mit 40 Personen zu leiten, benötigt die richtige Balance zwischen Zeit für Kommunikation, aber auch für Reflexion und Selbstmanagement.

Zuhause

Screenshot: www.headspace.com

Mein Tag startet um 4:30 Uhr, wenn mich mein Runtastic Orbit-Band mit Vibration weckt. In der MeApp sehe ich, wie lange ich geschlafen habe und wie hoch meine Schlafeffizienz war. Alles unter 85 Prozent bedeutet, dass ich den Vorabend nicht gut genutzt habe.

Den Fokus auf den Tag bekomme ich durch eine 20-Minuten-Mediation auf meinem Balkon mit Blick auf den Garten mit Headspace, bevor ich mein 30-Minuten-Kettlebell-Training mit KettleBell 360 absolviere.

Gegen 5:30 Uhr starte ich meine Tagesplanung mit Timeful und notiere alles in Evernote. Mein Frühstück, das proteinhaltig ist, logge ich bei MyFitnesspal ein, damit ich im Trubel des Alltages nicht vergesse, ob ich genug und richtig gegessen habe. Bevor ich das Haus verlasse, checke ich in der Wetter-App noch schnell das Wetter und je nachdem, wird es eine kurze Hose oder doch eher das sportliche Business-Outfit mit weißen Sneakern. Dann schreibe ich für meine Freundin noch einen kleinen Brief – mit meiner eigenen Handschrift und komplett offline. Mit meiner Familie halte ich Kontakt über whatsapp oder – ganz old-school – dem Telefon. Übrigens auch die wichtigsten Tools, wenn es um Teamkommunikation geht.

Ich hasse nichts mehr als E-Mails, weshalb ich zum Beispiel auch alle E-Mails, auf denen ich cc bin, automatisch archiviere und nicht lese. Kommunikation ist Peoplebusiness und daher ist das gute alte Telefon, gekoppelt mit SMS oder Chat-Diensten wie Hipchat, perfekt.

Bei der Arbeit

Mittels Google Analytics und Geckoboard kontrolliere ich gegen 6 Uhr unsere Unternehmens-KPI, bevor ich dann circa 45 Minuten meine E-Mails bearbeite. Obwohl ich für alles ein iPhone verwende, schreibe ich meine E-Mails auf einem Nexus 5, da dieses hier definitiv die einfachere Handhabung bietet. Unser Kundengeschäft kontrolliere ich zwei Mal unter Tags via Salesforce oder logge mich in Meetings mittels Skype oder Google Hangout ein. Notizen zu Meetings erfolgen in Evernote, im Kalender oder spreche ich per Sprachnotiz auf mein Handy. Habe ich mal größere Files zu verschicken, setze ich auf wetransfer.

Für Präsentationen verwende ich Keynote von Apple. Cool ist, dass ich sie so auch vom iPhone aus abspielen lassen kann, weshalb ich dann mein MacBook­Air auch mal zu Hause lassen kann. Ich arbeite in Cafés und verwende hier meine zwei Handys für die gesamte Arbeit, weil ich so immer fokussiert sein kann und nicht zwischen Dutzenden Fenstern wie beim Laptop hin und her springe.

Kontrolle und Reflexion

Screenshot: www.rescuetime.com

Um meinen Social-Media-Konsum nicht zu übertreiben, wird meine Internetnutzung über alle Devices hin per TimeRescue getracked. So sehe ich immer, ob ich wieder mal unnötig auf Facebook war.
Meine Schrittanzahl logge ich mit dem Orbit-Band und checke abends auch über Moves, wo ich denn den ganzen Tag so unterwegs war. Danach nehme ich mir 30 bis 45 Minuten, um über den Tag zu reflektieren, damit ich langfristig die richtigen Entscheidungen treffen kann.

Bevor ich schlafen gehe, trage ich noch eine Sekunde meines Tages in 1 Second Everyday ein. Von Zeit zu Zeit sehe ich mir diese Sequenzen in einem Stück an und erkenne wieder, worum es im Leben wirklich geht.
Aber am Ende des Tages sind wir alle nur Menschen und alles Digitale nur eine Toolbox, die das echte Gespräch zwischen Menschen nicht ersetzen kann.