Meine digitale Welt: Jürgen Sorg

Wir fragen HR-Experten, welche Apps sie nutzen, welche Webseiten sie lesen. Dieses Mal ist es Jürgen Sorg. Seine Medienmaschine ist das Smartphone.

Es fällt mir ehrlich gesagt gar nicht so leicht, meine digitale Welt zu beschreiben. Was gehört dazu, was nicht und wo sind eigentlich die Grenzen zum Analogen oder vielmehr zum real Physischen? Ich liebe jedenfalls Gadgets aller Art, mit denen sich Analoges mit Digitalem verbinden lässt: von HD-Kameras über Audio- und Midi-Interfaces hin zu Smartwatches. Mich fasziniert, wie meine Playstation das Spiel im „Hier und Jetzt“ quasi ins „Dort und Dann“ der virtuellen Welten bringt und ich mit demselben Gerät auf dem Sofa sitzend alle meine Bilder und Filme ansehen oder Musik anhören kann.

Ich finde es großartig, dass ich von überall, ganz gleich von welchem Gerät aus, auf meine Daten zugreifen kann; ich dank Apps wie Google Now auch unterwegs über Termine, ÖPNV-Fahrpläne oder geo-spezifische Angebote informiert werde; meine Pebble Smartwatch mir anzeigt, wenn ich Nachrichten auf meinem Smartphone erhalte; mich Foursquare-Tipps zu den nächsten Hotspots führen. Vieles ist Spielerei – keine Frage – aber gerade im Bereich der Connected Devices wird in Zukunft noch Eindrucksvolles und zugleich Nützliches auf uns zukommen.

Organisation und Kommunikation

Zentrum meiner digitalen Welt ist zweifellos mein Smartphone. Habe ich immer dabei, ist alles drin und gehört irgendwie zu mir. Das merke ich – und mein Umfeld – vor allem dann, wenn ich es mal vergesse. Kommt vor. Nicht gut.

Dabei geht es mir gar nicht unbedingt darum, es ständig in Händen zu halten und in den Weiten des Social Webs zu flanieren. Klar, das tue ich, und so halten Facebook, Twitter, WhatsApp, Google Hangouts sowie mittlerweile WeChat mich und meinen Daumen im Austausch mit Freunden, Bekannten und Kollegen, doch auch (viel zu) oft am Display. Für mich ist das Smartphone vor allem aber meine Medienmaschine: Kommunikation, mediale Unterhaltung und Organisation kann ich hierüber abwickeln. Meine meistgenutzten Apps? Neben den Social Media-Anwendungen vor allem Evernote für meine Ideensammlung, Dropbox zur Datenspeicherung, Producteev für das Taskmanagement, Fancy als Inspiration für Dinge, die man eigentlich nicht braucht aber vielleicht gerne hätte und der DB Navigator als Allrounder für Bahn und ÖPNV.

Inspiration

Das Faszinierendste am Digitalen bleibt aber das Social Web mit all seinen Möglichkeiten zum Austausch und der Beziehungspflege. Die personalblogger.net-Community ist ein gutes Beispiel. Gemeinsam mit HR-Kollegen bloggen wir zu unterschiedlichsten Themen und tauschen uns untereinander in Facebook-Gruppen aus. Für mich ein unverzichtbarer Fundus zur Unterstützung und Inspiration. Aber auch HR-Blogs wie etwa der von Henrik Zaborowski oder Henner Knabenreich (um nur zwei zu nennen) sind wichtige Inspirationsquellen.

Den Blick über den Tellerrand – den Robindro Ullah (Heft 6/2013) zu Recht fordert – bekomme ich aber vor allem durch HR-ferne Blogs. Ganz oben auf meiner Liste: Die Blogs von Brian Solis und André Vatter sowie die Online-Magazine Mashable und Techcrunch.