Mit Augenhöhe auf der Zielgeraden

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Im Juli startete eine Finanzierungskampagne für den Film Augenhöhe, die am 22. September endet. Nicht nur, dass es mit der Mittelbeschaffung wohl klappt, der Film hat noch vor Erscheinen positive Reaktionen ausgelöst.

Seit Februar hat ein Filmprojekt von sich Reden gemacht, das sehr ambitionierter ist – vor allem auch deshalb, weil es komplett über eine Crowdfunding-Kampagne finanziert und dann kostenlos zum Download bereitgestellt werden soll. Die Kampagne für den Film „Augenhöhe“ endet am 22. September und die Chancen stehen nicht schlecht, dass die fehlenden knapp 4.500 bis zur Realisierungsgrenze von 30.000 Euro auch tatsächlich zusammenkommen.

Mit Augenhöhe wollen die fünf Filmemacher der Frage nachgehen, in welchen Unternehmen es wirklich selbstbestimmt, eigenverantwortlich und wertschätzend zugeht und damit zusammenhängend natürlich auch, wie dieser Zustand erreicht wurde. Entstanden ist die Idee dazu Ende 2013 auf einer Open-Space-Veranstaltung von intrinsify!me, einer Bewegung für selbstbestimmtes Arbeiten, bei der irgendwann die Frage im Raum stand, wie wir eigentlich arbeiten wollen. „In dieser Session kam dann die Frage auf, ob man den Spirit des 21. Jahrhunderts in einer Organisation sehen könne. Und wenn man ihn sehen kann, dann kann man ihn auch filmen“, berichtet Silke Luinstra, die zusammen mit Daniel Trebien, Philipp Hansen, Sven Franke und Ulf Brandes hinter dem Filmprojekt steht.
Dass das Vorhaben der Fünf eine solche Feedback-Welle erhält, hätten sie zwar irgendwie erhofft, aber keineswegs erwartet, sagt Silke Luinstra. Wie das Endprodukt aussieht, steht allerdings noch nicht fest. Die 30.000 Euro würden für die Produktion eines Kurzfilms reichen. Realisieren würde das Team jedoch gerne einen 30 bis 45 Minuten langen Film. Hierfür wären aber knapp 50.000 Euro nötig.
Interessant an dem Projekt ist jedoch nicht nur, dass es über die Crowd für die Allgemeinheit finanziert werden soll. Wirklich spannend ist die Resonanz, die das Projekt seit Bekanntwerden bereits bekommen hat. Vor allem über die sozialen Medien, allen voran Twitter (@AugenhöheFilm, #Augenhöhe), zeigt sich, dass die Initiatoren des Films anscheinend einen Nerv getroffen und eine Diskussion angestoßen haben. Das ist offensichtlich auch in der Arbeitswelt Deutschlands noch nötig: