Personalmanager fordern interne Aufwertung

Personalmanager in Deutschland zeigen sich selbstbewusst. Die große Mehrheit fordert eine firmeninterne Aufwertung. Die Machtlosigkeit soll ein Ende haben.

Neun von zehn Human Resources Managern wollen sich nicht länger mit der Rolle des klassischen Personalers zufrieden geben und fordern eine firmeninterne Aufwertung. Ein wichtiger Grund: Jeder zweite Personalmanager spürt, wie seine tägliche Arbeit von der Unternehmensstrategie geprägt wird, fühlt sich aber machtlos, weil er an strategischen Entscheidungen nicht beteiligt wird. Das ist ein Ergebnis der Studie „Einfluss des HR-Managements auf den Unternehmenserfolg“ der Personalberatung Rochus Mummert.

„Der auch in jüngsten Untersuchungen formulierte Vorwurf, zu viele Personalmanager hätten es sich im administrativen Klein-Klein bequem gemacht, greift zu kurz und geht an der Realität größtenteils einfach vorbei“, sagt Hans Schlipat, Studienleiter und Managing Partner der Rochus-Mummert-Gruppe. „Das Hauptproblem liegt vielmehr darin, dass es in den meisten Unternehmen gar kein Bewusstsein geschweige denn eine klare Definition gibt, was eine strategische und damit letztendlich dem Ergebnis verpflichtete Personalarbeit überhaupt ausmacht. Auch fehlt es bisher an Instrumenten, mit denen diese gemessen werden kann.“

Laut der Studie sind sich drei Viertel der Personalmanager allerdings auch darüber im Klaren, dass sie ihre Arbeit intern besser vermarkten müssen. „Wer bei den erfolgskritischen Themen Führung, Leadership und Strategie mitreden möchte, sollte eben auch nachweisen können, dass seine Arbeit auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens einzahlt“, gibt Schlipat zu bedenken. „Hier fehlt es vielen HR-Managern bis heute am argumentativen Rüstzeug.“

Rochus Mummert hat ein eigenes Panel aufgebaut, in dem HR-Führungskräfte regelmäßig zu personalwirtschaftlichen Themen befragt werden. Derzeit nehmen 40 leitende Personalmanager aus meist größeren mittelständischen Unternehmen teil.