Präferenzen der Personaler

Wer in Aachen Maschinenbau studiert hat oder in Mannheim Ökonomie, hat bei Personalverantwortlichen besonders gute Karten. Das zeigt ein aktuelles Uni-Ranking.

Große Überraschungen gibt es nicht bei den Spitzenplätzen im diesjährigen Uni-Ranking der Wirtschaftswoche, das jährlich die beliebtesten Hochschulen deutscher Personaler kürt. Die Universitäten, die bereits in den vergangenen Jahren die Umfrage angeführt haben, können sich zum großen Teil weiter unter den oberen Plätzen behaupten. Allen voran die RWTH Aachen, die aktuell gleich in fünf Studiengängen das Ranking dominiert: In Elektrotechnik, Informatik, Naturwissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau. Bei Letzterem votierten sogar 73,7 Prozent der Befragten für Aachen. Die zweitplatzierte TU München bringt es dagegen nur auf 45,3 Prozent, das drittplatzierte Karlsruher Institut für Technologie (KIT) auf 44,2 Prozent. Diese beiden Unis konkurrieren auch in den Fächern Elektrotechnik und Informatik mit der RWTH um die Spitzenplätze. Bei der Informatik ist das KIT sogar gleichauf mit den Aachenern.

Bei BWL und VWL hat die Universität Mannheim in diesem Jahr laut den 523 befragten Personalern den Spitzenplatz verdient. 45,5 Prozent beziehungsweise 29,7 Prozent votierten dafür, dass dort die besten Ökonomen zu finden sind. Auf den Plätzen folgen dann bei der BWL die Universität Köln und die LMU München, genauso wie im Vorjahr. Als zweitbeste Ausbildungsstätte für Volkswirtschaftler wählen die Befragten die Goethe-Universität Frankfurt und die Universität Bonn. Diese lagen 2012 auf dem vierten und dem sechsten Platz. Beim Fach Jura hat sich ebenfalls nicht viel verändert. Auf die LMU München, die bereits im Vorjahr die meisten Personaler überzeugen konnte, folgen gleichauf Heidelberg und Münster. Die nordrheinwestfälische Stadt behauptet sich demnach auf dem zweiten Rang.

Das Ranking, das die Wirtschaftswoche zusammen mit der Beratungsgesellschaft Universum Communications durchführt, legt den Fokus auf wirtschaftsnahe Fachrichtungen und konzentriert sich dabei auf die Praxisrelevanz der universitären Ausbildung. Daher werden gezielt Personaler dazu befragt, von welchen Universitäten sie bevorzugt Absolventen einstellen.