Sieben Gedanken zu Barcamps in Unternehmen

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Foto: Thinkstock / Matej Kastelic
Foto: Thinkstock / Matej Kastelic

Wir haben Jan Theofel einmal gebeten, sich ein paar Gedanken zum Mitarbeiterevent 2.0 zu machen. Hier sind sieben Gedanken, die Personalern als Inspiration sorgen sollen.

1. Themen werden nicht von oben vorgegeben

Bei einem Barcamp geht es ausschließlich um die Themen der Teilnehmenden. Lassen Sie ihre Mitarbeiter Wissen austauschen, Fragen diskutieren und Ideen entwickeln – und zwar jene, die für sie wirklich relevant sind.

2. Alle Teilnehmer sind gleich

An diesem Tag sind alle gleich! Nutzen Sie beispielsweise ein Vorstandsbüro als Sessionraum, um diesen Gedanken zu unterstreichen. Sorgen Sie dafür, dass eine Führungskraft morgens die Teilnehmenden begrüßt und das Format unterstützt, ohne inhaltliche Vorgaben zu machen.

3. Alles ist offen – auch die Agenda

Außer einem Oberthema, zu dem man sich trifft, etwa dem Wissensaustausch oder der Diskussion der Unternehmenskultur, gibt es keine konkreten inhaltlichen Themen im Vorfeld. Alle Sessions werden vor Ort vorgestellt und aus diesen der Tag gestaltet. Lassen Sie alle Themen zu – selbst wenn sich nur zwei Personen dafür interessieren.

4. Neutrale Moderation

Sorgen Sie für einen neutralen Moderator, der nicht aus der Gruppe der Teilnehmenden kommt. Externe nehmen weder Einfluss auf die Themenzusammenstellung, noch bevorzugen sie einzelne Personen aufgrund ihrer hierarchischen Position, weil sie diese nicht kennen.

5. Vorbereiten

Vor allem wenn viele Teilnehmende erwartet werden, die noch nie ein Barcamp besucht haben, müssen diese gut vorbereitet werden. Teilen Sie ihnen mit, dass alle eigene Themen mitbringen können. Erstellen Sie neben langen E-Mail-Texten ein kurzes Erklärvideo darüber, was an diesem Tag passieren wird. Dieses wird viel eher angeschaut als ein langer Text.

6. Dokumentieren

Die Teilnehmenden übernehmen Verantwortung für die Themen und auch für die Dokumentation der Inhalte. Bitten Sie sie, die wichtigen Impulse, Ideen und Erkenntnisse aus den Sessions selbst zu notieren und an einer geeigneten Stelle zu sammeln. Papierdokumentationen funktionieren hier besser als digitale und können im Nachgang digitalisiert werden.

7. Am Ball bleiben

Nach dem Barcamp ist vor der Umsetzung: Eine To-Do-Liste für den nächsten Lenkungskreis-Ausschuss ist jedoch nicht das Ziel. Belassen Sie die Verantwortung für das Vorantreiben der Themen bei den Mitarbeitern, die sie hervorgebracht haben. Sie sind intrinsisch motiviert und wollen eben diese Bereiche weiterentwickeln. Geben Sie Ihnen dazu den nötigen Spielraum!