Sieben Gedanken zu Feedback

Wir haben Florian Grolman gebeten, sich für uns ein paar Gedanken zu Feedback zu machen. Hier sind sieben Punkte, die Personalern als Inspiration dienen sollen.

1 Niemals ungefragt

Geben Sie niemals Feedback, wenn Sie dazu nicht eingeladen wurden. Sonst kommt Ihre Rückmeldung vermutlich gar nicht beim Empfänger an. Und wenn Sie es trotzdem tun wollen: Fragen Sie wenigstens vorher – und respektieren Sie auch ein Nein.

2 Mit positiver Botschaft beginnen

Denn der „Ton macht die Musik“. Wer am Anfang positive Aspekte zur Sprache bringt, öffnet Ohren und Herzen – und bewirkt am Ende mehr.

3 Mit konkretem Bezug

Feedback sollte immer zeitnah erfolgen. Stellen Sie einen Bezug zu einer reellen Begebenheit her, die Sie miterlebt haben. Nehmen Sie eigene Beobachtungen als Grundlage. Erwähnen Sie die Meinung Dritter, Gerüchte und eigene Hypothesen nicht.

4 Diese Schrittfolge hilft:

  1. Beobachtungen zum konkreten
    Fall mitteilen.
  2. Eigene innere Reaktion darauf
    beschreiben.
  3. Das eigene Bedürfnis deutlich machen.
  4. Eine Bitte oder Erwartung formulieren,
    was Sie vom Feedback-Nehmer in Zukunft
    erwarten oder worüber Sie sich
    freuen würden.

5 Ressourcen stets im Blick

Kritisieren Sie nichts, was das Gegenüber nicht verbessern kann. Machen Sie ganz konkrete Vorschläge, wie der Feedback- Nehmer sein Verhalten verbessern kann. Formulieren Sie in „kleinen Happen“. So bleibt Ihre Rückmeldung verdaulich.

6 Perspektive des Gegenübers aufgreifen

Fragen Sie abschließend: „Wie sehen Sie das?“ oder „Haben Sie auch diesen Eindruck?“. Nehmen Sie dann Bezug auf die Rückmeldung Ihres Gegenübers.

7 Keine Schnellschüsse

Als Feedback-Geber: Bereiten Sie sich gut auf das Gespräch vor.