Sieben Gedanken zum Trennungsmanagement

Wir haben Dagmar Walker gebeten, sich für uns ein paar Gedanken zum Trennungsmanagement zu machen. Hier sind sieben Punkte, die Personalern als Inspiration dienen sollen.

1 Erfolgreiche Trennungprozesse haben ein A und ein Z

Niemand trennt sich gerne. Ist die Entscheidung aber gefallen, wird bisweilen zu schnell und wenig durchdacht die Kündigung ausgesprochen. Besser als Aktionismus ist ein gut durchdachter Trennungsprozess. Er kostet zwar etwas Zeit, spart Ihnen aber eine Menge Ärger und auch Kosten.

2 Fairness, Wertschätzung und Konsequenz

Zu einer Trennung gehören immer zwei. Gestehen Sie eigene Fehler ein – etwa ungenügendes und zu wenig konsequentes Feedback oder mangelnde Information und Kommunikation. Aber bleiben Sie konsequent bei Ihrer Trennungsentscheidung.

3 Wechseln Sie die Perspektive

Fragen Sie sich immer: Was könnte den Mitarbeiter zum Austritt bewegen? Zeigen Sie praktisch, dass es Ihnen nicht egal ist, was aus ihm wird – etwa durch Hilfe bei der Suche nach einer neuen Stelle: mit guten Referenzen, Bewerbungsratschlägen durch die eigene Personalabteilung oder auch Outplacement.

4 Essenziell: das professionelle Kündigungsgespräch

Bereiten Sie sich umfassend darauf vor, sei es mit Hilfe Ihrer Personalabteilung oder eines externen Beraters. Das Gespräch ist für den Mitarbeiter eine Extremsituation. Je besser Sie es führen, desto größer sind die Chancen auf eine zeitnahe einvernehmliche Einigung.

5 Ein Plus: durchdachte interne Kommunikation

Binden Sie den Betriebsrat rechtzeitig ein und hören Sie genau hin. Stimmen Sie außerdem die Kommunikation der Kündigung mit dem betroffenen Mitarbeiter ab. Ebenso wichtig ist, eine gute Informationskultur ins Unternehmen zu pflegen.

6 Ziel: einvernehmlicher Austritt – zeitnah

Einigen sich beide Seiten rasch, verbessert dies die Aussichten des Mitarbeiters auf ein gutes Austrittspaket. Vermitteln Sie das. Seien Sie großzügig, ohne die Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren. Eine rasche Einigung kostet zudem weniger als lange arbeitsgerichtliche Auseinandersetzungen.

7 Der Mitarbeiter und sein Austrittspaket

Sie bestimmen die Dotierung des Austrittspakets. Aber lassen Sie Ihren Mitarbeiter mitgestalten. Das erhöht die Einigungsbereitschaft enorm. Die Finanzierung einer Weiterbildung, eine Laufzeitverlängerung mit Freistellung – vieles ist denkbar.