Unbelastet von Nachwuchssorgen

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Er ist im Frühjahr neuer Personalchef des ZDFs geworden, zuvor war er bei den Stadtwerken Osnabrück. Wir haben Christian Campe gefragt, worin sich die Personalarbeit in diesen Branchen unterscheidet und was er getan hat, um seinen neuen Arbeitgeber kennenzulernen.

Herr Campe, Sie waren lange Jahre Personalchef bei Versorgungsunternehmen und im Automotive-Bereich. Wie sehr unterscheidet sich die Personalarbeit dort von der beim ZDF?
Die Unterschiede sind gar nicht so groß. Es geht immer darum, den richtigen Menschen für den richtigen Job zu identifizieren und ihn richtig zu vergüten. Zudem sind die Stadtwerke Osnabrück und das ZDF Unternehmen, die rund um die Uhr produzieren beziehungsweise erreichbar sein müssen. Jeder erwartet Strom, wenn er den Lichtschalter bedient, und jeder erwartet auch ein Fernsehprogramm, wenn er denn den Fernseher oder PC einschaltet, unabhängig von der Tageszeit. Das ZDF ist allerdings, anders als die Stadtwerke, international aufgestellt. Wir haben unter anderem Studios in Washington, London, Paris, Rom und Peking, um immer am Puls der Zeit zu sein und mit eigenen Leuten kritisch und belastbar aus allen Regionen zu berichten.

Gibt es bei den Öffentlich-Rechtlichen ähnliche Nachwuchsprobleme wie in manchen industriellen Sektoren?
Derzeit sind wir von den Nachwuchsproblemen noch nicht belastet, das ZDF hat eine überragende Strahlkraft und ist ein sehr attraktiver Arbeitgeber.

Was haben Sie getan, um ihren neuen Arbeitgeber kennenzulernen?
Als Personaler ist mir wichtig zu wissen, was die zu betreuenden Bereiche tun und wie sie es tun, dann können wir auch im richtigen Moment an den richtigen Stellen unterstützen. Aus diesem Grund habe ich mir im ersten Monat die Produktion von Biowetter, heute und heute-journal, aktuelles sportstudio sowie der Europawahl angesehen. Zudem treffe ich mich regelmäßig mit den Führungskräften aus allen Bereichen zum Mittagessen in der ZDF-Kantine, um mich über die aktuellen Themen auszutauschen. So bekommt man haut- und zeitnah einen guten Eindruck und Überblick über die anstehenden Themen.