Viele schlechte Beispiele

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Unvergütete Praktika, (über-)fordernde Traineestellen mit lächerlichem Gehalt – für viele heutige Absolventen ist das nichts Neues. Einige Jungakademiker haben der Ausbeutung nun den Kampf angesagt und stellten eine „Hall of Shame“ der unverschämtesten Stellenausschreibungen ins Netz.

Während oder nach der Uni bei einer Nonprofit-Organisation Erfahrung sammeln oder Karriere machen – für viele Akademiker ist das ein lohnendes Ziel. Und dafür nehmen sie oft auch harte Arbeitsbedingungen in Kauf. Doch alles muss man sich nun wirklich nicht gefallen lassen. Dieser Überzeugung ist eine Gruppe von Studenten und Absolventen, die sich zusammengeschlossen haben, um sich für angemessene Arbeitsverhältnisse und existenzsichernde Löhne einsetzen. Sie fokussieren sich vor allem auf den Non-Profit-Sektor und auf Jobs in der Wissenschaft.

Bei Facebook nennt sich die Gruppe „Akademischer Frühling“. Als eine ihrer ersten und wichtigsten Maßnahmen startete sie einen Tumblr, die „Hall of Shame der Stellenausschreibungen“. Hier gibt es die unverschämtesten Job-Anzeigen zu bestaunen, in denen die gesuchten Praktikanten und Trainees wohl eher als Ersatz für Vollzeitarbeitskräfte missbraucht werden sollen – bei mickrigem oder sogar ganz ohne Gehalt. Neue Einträge können von jedem Besucher des Blogs eingereicht werden. Auch von Missständen, die während des Bewerbungsgesprächs oder nach Antritt der Stelle ersichtlich werden, sollen die Betroffenen berichten.

Besonders schick ist der Tumblr zwar nicht gestaltet, aber ums Design geht es den Initiatoren wohl auch nicht.