Was Frauen in der Karriere bremst

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Frauen machen langsamer Karriere als Männer, so zumindest scheint es. Begründet liegt das nicht in fehlendem Ehrgeiz, sondern in der noch immer schwierigen Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Für Frauen scheinen die Sprossen der Karriereleiter weiter auseinander zu liegen als für Männer. Dass diese Sicht der Dinge auch unter HR-Managern vorherrscht, zeigt nun eine aktuelle Studie des Personaldienstleisters Office Team, für die 200 Personalmanager in Deutschland befragt wurden. Rund 55 Prozent von ihnen sind der Meinung, dass es den Tatsachen entspricht, dass Frauen langsamer Karriere machen als ihre männlichen Kollegen.

Die Gründe dafür werden weniger in fehlenden Ambitionen (15 Prozent) oder generell schlechteren Beförderungsaussichten (37 Prozent) gesehen, sondern mit deutlichem Abstand in der zum Teil noch immer schwierigen Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Für 65 Prozent der befragten HR-Manager ist dies der entscheidende Grund, warum Frauen in ihrer Karriereentwicklung ins Hintertreffen geraten. 66 Prozent sind sogar der Meinung, dass das in der Gesellschaft verhaftete Frauenbild dafür verantwortlich sei, dass Frauen sich tendenziell eher der Familie statt dem Beruf zuwenden.

Als weitere Hemmnisse für die Karriereentwicklung von Frauen wurden mit zum Teil relativ hohen Werten eine geringere emotionale Belastbarkeit mit 39 Prozent und mangelndes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten (30 Prozent) genannt.

Als Maßnahmen, um Frauen den Wiedereinstieg nach Mutterschutz und Elternzeit zu erleichtern, werden vor allem flexible Arbeitszeitmodelle favorisiert. 58 Prozent der befragten HR-Manager gaben an, dass im eigenen Unternehmen solche Modelle bereits implementiert wurden. Wichtige Maßnahmen sind die Schaffung von Teilzeitstellen (56 Prozent) und die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten (36 Prozent). Außerdem planen rund 17 Prozent der Unternehmen, firmeneigene Betreuungsangebote für die Kinder der Beschäftigten anzubieten oder sich an den Kosten der Kinderbetreuung zu beteiligen.

Für die Erhebung wurden 200 Personalmanager in Deutschland befragt. Die Studie ist Teil der „Workplace Survey 2013“.