Zurück ins Büro? (sponsored)

Warum Unternehmen die Chancen von New Work jetzt nicht verspielen dürfen
© gettyimages / ilona titova

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Warum Unternehmen die Chancen von New Work jetzt nicht verspielen dürfen

Tesla macht zwar nur ein Zehntel des Umsatzes von VW, ist aber an der Börse mal eben am größten Autobauer der Welt vorbeigezogen. Kann man nicht vergleichen? Das habe ich schon zu oft gehört – früher eher hochmütig, heute durchaus bewundernd.

Klar, das ist zuerst eine Frage der Vision der Mobilität der Zukunft. Immerhin steuern nun auch andere Hersteller konsequenter in Richtung Batterie. Aber während Tesla in der Corona-Krise schon beginnt Mini-Fabriken für die Impfstoff-Produktion zu bauen, ist das Innovativste aus Deutschland der Ruf von Conti nach staatlich finanzierter 30-Stunden Woche, um unsere Überkapazitäten in der Industrie möglichst zu erhalten.

Überhaupt ist der Staat grade schwer gefragt. Das alleine wird aber kaum funktionieren – die Krise als Treiber dringend notwendiger Veränderungen schon eher. Wenn sich in nach nicht einmal 2 Monaten Lockdown 21 % aller Unternehmen als existenzgefährdet bezeichnen, zeigt das Handlungsdruck.

Dabei hat Corona mehr für die Digitalisierung bewirkt als alle Programme der öffentlichen Hand zusammen. Plötzlich konnte trotz teilweiser erheblicher Skepsis flächendeckend virtuell gearbeitet werden. Die große Frage ist, wie man das Momentum nutzen kann, oder ob man wieder in alte Denkmuster zurückfällt. Einige Unternehmen haben es verstanden, jetzt eine strategische Übung zur Neugestaltung ihrer Arbeitswelt aufzusetzen. Die Potenziale sind riesig: Verringerung von Geschäftsreisen um 30 %, Verkürzung von Meetings um 20%, Reduktion von Büroflächen um 20 % – überschlagen kommen da selbst für mittelgroße Betriebe Millionensummen an Effizienzsteigerung zusammen. Das schlägt jedes Konjunkturprogramm…

Richtig gemacht ist das eine Win-Win Situation für das Unternehmen und seine Mitarbeiter*Innnen. Seit Jahren steigt die Präferenz für flexibles Arbeiten und mit der Covid-Krise erleben wir einen regelrechten Hype. Konnte man sich früher mit flexiblen Arbeitsmöglichkeiten als Arbeitgeber noch positiv differenzieren, gilt seit jetzt nur noch das Gegenteil: unzureichende Optionen werden zu einem No-Go für viele Zielgruppen am Arbeitsmarkt. Und den Fachkräftemangel haben wir auch mit der schwersten Wirtschaftskrise der letzten 50 Jahre nicht überwunden.

Nicht Jeder kann von Zuhause aus arbeiten (z.B. Fertigung, Krankenhaus, Baustelle)? Das virtuelle Arbeiten hat auch seine Risiken, wie z.B. die Entfremdung vom Team und Unternehmen? Alles richtig und berechtigt zu einem strategischen Vorgehen zur Gestaltung der neuen Arbeitswelt.

Jetzt darauf zu vertrauen, dass das rechte Maß an Flexibilität gefunden wird, verspielt einen guten Teil des Potenzials, das in dem Thema steckt. In vielen Unternehmen wurden schon für weit weniger um einiges mehr Aufwand betrieben.

Die Hindernisse sind groß? Die Tarifstrukturen und Betriebsvereinbarungen lassen da keinen Spielraum? Die Mitbestimmung in vielen Unternehmen ist, was das Thema angeht, zu einem guten Teil weit progressiver, als man denkt. Zumindest, wenn man deren Vertreter früh genug in den Prozess einbindet.

Das Argument, die Leute müssen zurück die Büros, weil wir sie sonst nicht kontrollieren können zählt allerdings spätestens in der Post-Corona Zeit nicht mehr. Command & Control war das Betriebssystem des 20. Jahrhunderts. Die Maxime unserer Zeit heißt Vertrauen, auch wenn es noch so schwerfällt. Vertrauen als Grundlage einer neuen Arbeitskultur braucht Zeit – und die sollten wir uns nehmen. Wäre doch nicht schlecht, wenn zur Abwechslung mal wir hier in Europa zuerst eine neue, nachhaltigere Arbeitswelt zum Nutzen Aller etablieren.

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