HR als Frühwarnsystem: Warnsignale richtig nutzen

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Während die Hälfte des Teams im Krankenstand ist, kündigt der Teamlead. Bis Ersatz gefunden ist, sinkt die Motivation so stark, dass weitere Kündigungen drohen. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Dabei gibt es meist jemanden, der diese Entwicklung früh hätte erkennen können, und zwar in der Personalabteilung. Doch „Monika aus HR“ war zu beschäftigt, um die Geschäftsführung darauf hinzuweisen, dass die Fluktuationsrate zuletzt deutlich gestiegen ist und gleichzeitig die Krankenstände im Vertrieb auffällig zugenommen haben. Zudem fehlen ihr verlässliche Datenquellen, um diese Beobachtungen fundiert zu belegen. Und selbst wenn: Im Arbeitsalltag bleibt kaum Zeit, solchen Themen proaktiv nachzugehen, wenn parallel operative Aufgaben dominieren.

Was wie ein Einzelfall klingt, ist in vielen deutschen Unternehmen Realität. Eine aktuelle, von Factorial beauftragte Civey-Studie zeigt: 49,1 % der HR-Verantwortlichen geben an, Veränderungen im Unternehmen früher als andere Abteilungen wahrzunehmen. Gleichzeitig berichten sechs von zehn Erwerbstätigen von einer spürbaren Verdichtung ihrer Arbeit im vergangenen Jahr. Die Warnsignale sind also vorhanden, doch es fehlt die Zeit, darauf zu reagieren.

So beobachten 50 % der Befragten steigende Krankenstände in ihren Unternehmen. Die Entwicklung ist wenig überraschend: Steigender Druck führt häufig zu Erschöpfung und Rückzug. Auch bei der Entscheidungsfindung zeigen sich die Auswirkungen. 45 % der HR-Verantwortlichen geben an, nicht ausreichend Zeit für datenbasierte Personalentscheidungen zu haben, eine logische Konsequenz wachsender Arbeitsbelastung.

Und der Druck wird weiter steigen: 65 % gehen davon aus, dass die Erwartungen an HR künftig noch zunehmen werden. Umso wichtiger ist es, Warnsignale nicht nur zu erkennen, sondern auch konsequent zu nutzen. Der nächste Schritt liegt darin, von der reinen Beobachtung zu datenbasierten Maßnahmen überzugehen.

Mehr Einblicke und konkrete Zahlen zum Frühwarnsystem Personalabteilung liefert der aktuelle HR-Data-Report von Factorial.

 

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Maria Macher

Senior Content & Brand Managerin
Factorial
Als Senior Content & Brand Managerin bei Factorial vereint Maria Macher strategisches Markenverständnis mit fundierter HR-Expertise. Geprägt durch ihre Ausbildung in Wien und Barcelona sowie vielfältige Berufserfahrung entwickelt sie zielgerichtete Inhalte rund um Personalmanagement: mit Fokus auf den Menschen als Erfolgsfaktor.

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