KI übernimmt Aufgaben – Einordnung bleibt beim Menschen

PMK 2026/ Sponsored Post

Längst geht es dabei nicht mehr nur um Recherche oder Texterstellung. Intelligente Systeme analysieren Informationen, priorisieren Optionen und strukturieren Entscheidungsgrundlagen. Was sich dadurch verändert, ist weniger der Umfang der Arbeit als ihre Logik: Ergebnisse entstehen nicht mehr in abgegrenzten Schritten, sondern werden fortlaufend geprüft und nachjustiert. Damit wächst vor allem der
Anspruch an Urteilsvermögen und Kontextverständnis.

Datenanalyse: Zwischen Automatisierung und Urteilsvermögen
Wie das in der Praxis aussieht, lässt sich am Beispiel datenanalytischer Arbeit beobachten. Auswertungen laufen hier zunehmend automatisiert ab, während der menschliche Beitrag vor allem bei der Interpretation der Daten beginnt: Auf welcher Grundlage beruht eine Ableitung? Welche Faktoren wurden einbezogen, welche außer Acht gelassen? Es sind Fragen wie diese, bei denen KI zwar unterstützen, aber keine belastbaren Antworten liefern kann. Gefragt ist vielmehr kritisches Denken, die Fähigkeit, KI-gestützte Ergebnisse einzuordnen, mit dem eigenen Fachwissen abzugleichen und im jeweiligen Kontext zu bewerten.

Dass gerade in diesem Bereich der Bedarf wächst, belegen auch aktuelle Lerndaten: Laut dem „Job Skills Report 2026“ von Coursera stiegen die Einschreibungen in Kurse rund um kritisches Denken in datenbezogenen Tätigkeitsfeldern im Jahr 2025 um 168 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in software- und produktbezogenen Tätigkeiten um 101 Prozent.

Neue Anforderungen verlangen Lernfähigkeit
Neben kritischem Denken gewinnt Lernfähigkeit für Arbeitnehmende zunehmend an Relevanz. Denn die Zusammenarbeit mit KI ist kein fester Zustand, sondern ein fortlaufender Prozess. Werkzeuge entwickeln sich kontinuierlich weiter, und mit ihnen verschiebt sich auch, welche Aufgaben KI übernehmen kann und wo menschliche Überprüfung unerlässlich bleibt.

In der Softwareentwicklung lässt sich das bereits gut beobachten. Einer aktuellen Studie zufolge geben 83 Prozent der Entwicklerinnen und Entwickler an, dass KI sie bei Routineaufgaben merklich entlastet – zugleich würden sie lediglich 34 Prozent ihrer täglichen Aufgaben ohne menschliche Überprüfung an KI übertragen. Die Grenze zwischen dem, was sich delegieren lässt, und dem, was menschlicher Prüfung bedarf, ist somit nicht festgeschrieben und erfordert die Bereitschaft, das eigene Vorgehen regelmäßig neu zu justieren.

Was das für HR bedeutet
Mitarbeiterweiterbildung sollte dabei über rein technische KI-Schulungen hinausgehen und Kernkompetenzen wie kritisches Denken und Lernfähigkeit verstärkt priorisieren. Gerade wenn sich Aufgaben, Werkzeuge und Rollenprofile laufend verändern, benötigen HR-Verantwortliche Klarheit darüber, in welche Kompetenzen es sich zu investieren lohnt. Einen konkreten Ansatz dafür bieten rollenbasierte Lernpfade wie die „Skill Tracks“ von Coursera, die diese Kompetenzen entlang konkreter Berufsprofile skalierbar abbilden.

 

Treffen Sie Coursera auf dem PERSONALMANAGEMENTKONGRESS am 25./26. Juni in Berlin.

Unsere Newsletter

Abonnieren Sie die Personalszene oder den HRM Arbeitsmarkt und erfahren Sie als Erstes alles über die neusten HR-Themen und den HR-Arbeitsmarkt.
Newsletter abonnieren
Mann mit dunklem Anzug und T-Shirt sitzt lächelnd auf einem Hocker vor einer modernen Wand mit runden, gelben Elementen.

Anthony Salcito

General Manager Enterprise
Coursera
Anthony Salcito ist seit Oktober 2025 General Manager Enterprise bei Coursera. Er verantwortet das weltweite Enterprise-Geschäft und unterstützt Unternehmen, Hochschulen und Regierungen dabei, zukunftsrelevante Kompetenzen aufzubauen. Zuvor war er in Führungsrollen bei Nerdy und über 20 Jahre bei Microsoft tätig, zuletzt als VP Worldwide Education.

Weitere Artikel