Tanja Benders Arbeitswelt

Meine Arbeitswelt

Das digitale Büro

Mein Führungsteam ist verteilt auf sechs Länder und vier Kontinente, daher finden unsere Teammeetings seit jeher hauptsächlich virtuell statt. Insofern hat die Pandemie die Art unserer Zusammenarbeit in diesem Team kaum verändert. Die Themen, Prioritäten und Herausforderungen haben sich hingegen schon geändert – und das trifft natürlich auch auf die Zeit seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine zu. Was Corona betraf, ­ brauchte jedes Land eine Vielzahl flexibler, teils komplett neuer Lösungen. Es gab keine Blaupause, dafür enorme Unsicherheit in der Belegschaft. Wir haben also globale Trainings zu Resilienz und mentaler Gesundheit angeboten und die medizinischen und psychologischen Unterstützungsangebote ausgebaut. In vom Krieg besonders betroffenen Ländern wie Polen haben wir spezielle psychologische Hilfe angeboten sowie Trainings und Leitfäden erstellt, die Führungskräfte zur Gesprächsführung nutzen können. In Ländern, in denen besonders viele Geflüchtete ankommen, haben wir es unseren Mitarbeitenden zeitlich ermöglicht, sich zu engagieren.

Arbeitsplatz von Tanja Bender
© privat

Lieblingstools

Ich lese digital diverse Tageszeitungen, nutze Linkedin und Linkedin Learning sowie seit einigen Wochen nushu connect, ein digitales Frauen-Business-Netzwerk.

Fehlerkultur

Wir möchten alle ermutigen, ihre Gedan­ken offen zu teilen. Dafür braucht es psychologische Sicherheit. In meiner Organisation sprechen wir beispielsweise offen über Fehler, um durch sie zu lernen, aber auch um ihnen den Schrecken zu nehmen. Neben den üblichen Meetings in bestehenden Teams oder Projektstrukturen haben wir neue Kommunikationsformate wie virtuelle Coffee Chats, All Hands Meetings oder Open Door Calls eingeführt – das sind feste Zeitslots, in denen sich Teammitglieder untereinander und mit mir austauschen können.

Tanja Bender auf dem Crosstrainer
© privat

Spaziergänge als Ausgleich

Auch mir haben die letzten Jahre deutlich gezeigt, wie wichtig persönliche Kontakte sind. Wir haben kreative Lösungen gefunden, wie virtuelle Spieleabende oder Weinverkostungen, und ganz viele Treffen nach draußen verlegt, auf den Spaziergang übers Feld, durch den Wildpark oder an Schaufenstern vorbei. Und auch mit meinem Partner, der nun zu meinem Kollegen im Homeoffice sowie zur täglichen Mittagessensverabredung wurde, habe ich viel mehr Zeit verbracht als sonst. Die fehlenden Restaurantbesuche gleichen wir durch gemeinsames Kochen, das Fitnessstudio durch Training auf dem Crosstrainer aus.

Tanja Bender: Spaziergänge als Ausgleich
© privat

 

Dieser Beitrag erschien zuerst in der gedruckten Ausgabe Risiko. Das Heft können Sie hier bestellen.

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Tanja Bender, Head of Market HR beim Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck

Tanja Bender

Tanja Bender ist seit 2020 Head of Market HR beim Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck. Nach ihrer Ausbildung bei Merck und einem Hochschulabschluss hatte sie verschiedene Rollen im Personalbereich inne. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland mehr als 12.000 und weltweit rund 60.000 Menschen.

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