Feedback-Gesprächen mangelt es häufig an Qualität

Personalmanagement

Regelmäßige Mitarbeitergespräche sollen eigentlich den Austausch zwischen Angestellten und Führungskräften sicherstellen: Sind beide Seiten miteinander zufrieden, was kann jeweils verbessert werden, wie kann man die Mitarbeiter:innen dabei unterstützen, das Beste aus sich herauszuholen? Die Realität sieht leider anders aus, wie eine aktuelle Studie zeigt. Die Frage, ob sie aus dem letzten Feedback-Gespräch konkrete Erkenntnisse zur Steigerung der Arbeitsproduktivität mitnehmen konnten, beantworteten 30 Prozent der Befragten mit „Nein“, 19 Prozent mit „Eher nein“ und nur 11 Prozent mit „Ja“. Für die Studie hat der HR-Software-Anbieter Talentsoft gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Appinio im August 2020 deutschlandweit 501 Arbeitnehmer:innen im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt.

Grund für das schlechte Abschneiden der Feedback-Gespräche ist möglicherweise die schlechte Vorbereitung der Führungskräfte. 22 Prozent der befragten Arbeitnehmer:innen gaben an, dass es keine Vorbereitung auf ihr Mitarbeitergespräch gab. Nur bei 26 Prozent nutzen die Unternehmen digitale Tools, welche die Leistungen und Kompetenzen der Mitarbeiter:innen zentral erfassen.

Zudem lohnt sich ein Blick auf die Aspekte, auf die Beschäftigte besonders viel Wert legen: 86 Prozent der Befragten halten dabei Fairness für wichtig bis sehr wichtig, dicht gefolgt von konstruktiver Kritik und Motivation (72 Prozent) sowie Karriere- und Entwicklungschancen (54 Prozent). Führungskräfte, die diese Aspekte ausreichend einbeziehen, könnten damit die Qualität der Mitarbeitergespräche und damit auch die Produktivität der Beschäftigten signifikant verbessern.

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Human Resources Manager

HRM-Online-Redaktion

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