Hingehört bei Michael Asshauer

Podcast-Tipp

Die erste Folge des Podcasts Machen! von Michael Asshauer erschien ursprünglich unter dem Namen Talente ­Podcast im Januar 2018. Der Podcast ist ein täglich erscheinendes Audio-Magazin, das sieben Themen­felder bespielt: Recruiting, Führung, Produktivität, Persönlichkeit, Marketing, Unternehmertum und Investitionen. Die transkribierten Audios werden parallel zur Podcastfolge auf der Website machen.fm veröffentlicht. Bislang sind mehr als 450 ­Episoden erschienen.

Herr Asshauer, wie kam es zur Gründung Ihres Podcasts?
In meinem Start-up und später im Daimler-Konzern bekam ich mit, dass eines alle Unternehmen umzutreiben scheint: Wie finde ich gute Leute, wie führe ich sie gut und wie binde ich sie langfristig? Also habe ich meine Hacks, Tricks und Inspirationen aufgeschrieben. Ich hatte diese über zehn Jahre lang in der Gründer-, Technologie- und Start-up-Szene gesammelt. Irgendwann sagte ein Freund zu mir: „Nimm das Ganze doch als Audiospur auf. Dann kannst du sie anschließend transkribieren und gleichzeitig als Podcast veröffentlichen!“ Gesagt, getan. Und so war mein Talente Podcast geboren.

Heute heißt der Podcast Machen!. Weshalb?
Im Sommer 2021 habe ich ihn umbenannt, da die Themen vielfältiger geworden sind. Der Podcast hatte sich längst zu einem Business-Magazin entwickelt. Ich entschied zudem, fortan täglich eine Folge zu veröffentlichen, um den Podcast zu einem vollumfänglichen Audiomagazin zu machen, das zur Routine meiner Hörerinnen und Hörer gehören sollte.

Worum drehte sich Ihre erste Folge?
Es sollte eine provokante Folge werden: Es ging darum, warum es kein Headhunting braucht, um die besten Talente zu gewinnen. Ich habe dafür viel Zustimmung bekommen, einige Headhunter jedoch waren nicht so begeistert. Also bin ich in Interviews einzelne Argumente gemeinsam mit ihnen durchgegangen.

Die ersten zwanzig Folgen sind heute nicht mehr online. Weshalb?
Sie sind mir zu peinlich. Viele hören zum Einstieg die Teaser-Folge und fangen dann bei Folge eins an. Ich war damals noch grün hinter den Ohren, was Podcasting angeht. Und deshalb habe ich im Zuge des Relaunches und des Rebrandings die ersten 20 Folgen rausgenommen. Aber glaubt mir, da verpasst ihr nichts.

Ging schon einmal etwas schief?
Technische Schnitzer lasse ich meistens im Podcast drin. Es ist schließlich ein Reality-Medium. Und ich glaube, die Leute verzeihen das auch. In einer Folge ist beispielsweise in den ersten Minuten mit meinem Interview der Sound echt schlecht. Ich hatte so lang auf dieses Interview mit dem Verkaufstrainer Dirk Kreuter hingearbeitet, endlich saßen wir in einem Hamburger Hotel zusammen und nahmen jeweils eine Folge für unsere Podcasts und auch gleichzeitig ein Video für Youtube auf – und dann diese technische Panne.

Welcher Gast hat Sie bislang am meisten beeindruckt?
Mir fallen sogar zwei Gespräche auf Anhieb ein. Zunächst die Folge mit dem Zukunftsforscher Pero Micic (257): Wir haben überlegt, welche Mega-, Mikro- und Makrotrends es aktuell in der Welt gibt – und wie wir uns privat und persönlich bestmöglich darauf vorbereiten können. Die zweite Folge, die mir noch stark im Gedächtnis geblieben ist, war die mit dem Bright-Solutions-CEO Manuel Pistner. Das Thema: On-Demand-Mitarbeiter global: So geht die volle Unabhängigkeit (301). Das hat mich inspiriert, mein Team auch so aufzubauen.

Welche berühmte Person würden Sie gern einmal interviewen?
Ich bin ein großer Fan des amerikanischen Digitalunternehmers Gary Vaynerchuk. Ansonsten sind es eigentlich die Geschichten von unbekannteren Menschen, von denen wir viel lernen können.

Wie kommen Sie auf diese ­Themen?
Ich folge der Überzeugung, dass für alle, die Content produzieren, das gleiche Credo gelten sollte: Document, don’t create. Das stammt übrigens von Gary Vaynerchuk. Es bedeutet: Wenn wir mit offenen Augen durchs Leben gehen, bietet uns jede Situation und jeder Gedanke Stoff für Content.

Welche Podcasts hören Sie selbst gern und warum?
Ich höre gern den Podcast Geschichten aus der Geschichte, das P2P Cafe und, wenn es tiefer in den Businesskontext gehen soll, den Conversion-Copywriting-Podcast und natürlich GaryVee.

Unsere Fragen beantwortet Michael Asshauer in seinem Podcast nochmal ausführlicher. Die Folge können Sie auf machen.fm kostenlos anhören.

Dieser Beitrag erschien zuerst in der gedruckten Ausgabe Risiko. Das Heft können Sie hier bestellen.

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Jeanne Wellnitz (c) Mirella Frangella Photography

Jeanne Wellnitz

Redakteurin
Quadriga
Jeanne Wellnitz ist Redakteurin beim Magazin Human Resources Manager.  Die gebürtige Berlinerin arbeitet zusätzlich als freie Rezensentin für das Büchermagazin und die Psychologie Heute und ist Autorin des Kompendiums „Gendersensible Sprache. Strategien zum fairen Formulieren“ (2020) und der Journalistenwerkstatt „Gendersensible Sprache. Faires Formulieren im Journalismus“ (2022). Die 38-Jährige hat Literatur- und Sprachwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin studiert und beim Magazin KOM volontiert.

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