5 Tipps für eine erfolgreiche Bewerber-Journey

Um gut ausgebildete Fachkräfte zu gewinnen, sollten Firmen – ähnlich wie bei der Kundenakquise – die Bewerber-Journey aktiv steuern.
© gettyimages / AndreyPopov

Um gut ausgebildete Fachkräfte zu gewinnen, sollten Firmen – ähnlich wie bei der Kundenakquise – die Bewerber-Journey aktiv steuern.

Wie in jedem Unternehmensbereich, den man optimieren möchte, ist auch im Recruiting eine konsistente Strategie die Grundlage für Erfolg. Statt mit Maßnahmen ins Blaue zu schießen, sollten Firmen auf Basis sorgfältiger Analysen handeln. Schlüssel hierzu ist die „Bewerber-Journey“: Analog zur Customer Journey orientiert sich die Recruiting-Strategie dabei an Touchpoints zwischen Unternehmen und Bewerber. Diese Kontaktpunkte müssen identifiziert und aktiv genutzt werden. Mit den folgenden Tipps behält man die Kontrolle über die Bewerber-Journey:

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Tipp 1: Die Zielgruppe genau analysieren

Wer ist meine Zielgruppe und wo und wie erreiche ich sie? Diese Frage sollte jedes Unternehmen zuallererst beantworten. Hierfür sind professionelle, von externen Experten geleitete Workshops eine Option, in denen ohne Vorbehalte die tatsächliche und optimale Zielgruppe ermittelt wird. Auf Basis der Erkenntnisse wird dann ein kanalübergreifendes, präzises Targeting aufgesetzt. Typischerweise stehen dabei folgende Fragen im Fokus:

  • Welche Kanäle nutzt die gesuchte Fachkraft?
  • Wie kann ich dort als guter Arbeitgeber auf mich aufmerksam machen?
  • Wie kommt ein interessierter Kandidat von dem Kanal auf meine Website?
  • Wie überzeuge ich und bewirke, dass tatsächlich eine Bewerbung eingereicht wird?

Tipp 2: Die richtigen Social-Media-Kanäle auswählen

Ein zielgerichteter Social-Media-Auftritt ist ein sehr relevanter Baustein innerhalb der Bewerber-Journey. Nachdem im ersten Schritt die Kanäle ausgewählt worden sind, die von der Zielgruppe geeigneter Bewerber genutzt werden, kommt es nun auf die Inhalte an. Das möglichst klare Corporate Design spiegelt sich auch im Social-Media-Auftritt und sorgt so für einen Wiedererkennungswert der Firma als Brand. Relevante veröffentlichte Inhalte sorgen dafür, dass die Zielgruppe sich mit dem Content auf den Kanälen befasst, diesen also konsumiert und – noch besser – teilt und/oder dem Unternehmenskanal folgt. Den auf den Kanälen angebotenen Content mithilfe von Hashtags in den relevanten Kontext zu setzen, sollte selbstverständlich sein. Die Kontexteinbettung stellt sicher, dass sich das Unternehmen in den Mikrokosmos der jeweiligen Social-Media-Plattform einfügt und als authentischer Input-Geber geschätzt wird.

Tipp 3: Aufbau eines repräsentativen Web-Auftritts

Eine zielgruppengerechte, gut auffindbare Website ist ein weiterer Dreh- und Angelpunkt der Strategie: Ist das Interesse eines potenziellen Bewerbers auf einem bestimmten Kanal geweckt, wird in einem nächsten Schritt mit hoher Wahrscheinlichkeit die Unternehmens-Website besucht. Auch hier ist essenziell, dass der Wiedererkennungswert der Brand mithilfe eines kongruenten Designs sichergestellt wird. Relevante Inhalte, eingebettet in eine übersichtliche Struktur, bewirken nun, dass der User sich auch auf der Website mit dem Content des Unternehmens auseinandersetzt und der Eindruck der Firma als interessanter Arbeitgeber gestärkt wird. Im Sinne einer optimalen Usability sollte der Besucher der Website ausgeschriebene Stellen leicht finden und mit wenigen Klicks eine Bewerbung einreichen können.

Tipp 4: Authentizität online und offline

Nach diesen ersten, digitalen Schritten der Bewerber-Journey wechselt der Schauplatz des Geschehens in die Realität: Ein professionelles und persönliches Bewerber-Management muss nun authentisch das Image der Firma spiegeln, das es in der digitalen Welt aufgebaut hat. Dazu gehört beispielsweise eine zügige Rückmeldung auf eingehende Fragen von potenziellen Bewerbern. Auch eine Bestätigung des Empfangs eingereichter Bewerbungen mit der transparenten Angabe zu nächsten Schritten und entsprechenden Timings stärkt die Arbeitgebermarke. So überführt das Unternehmen den professionellen Auftritt seiner digitalen Kanäle in das „echte Leben“. Hält das Unternehmen dagegen in der Realität nicht, was es online verspricht, kann dies dem Image Schaden zufügen.

Tipp 5: Erfolg mit KPIs messen

Die wichtigste Kennzahl ist natürlich die Anzahl und Qualität der eingehenden Bewerbungen. Zusätzlich sollten jedoch die einzelnen Schritte der Bewerber-Journey mittels digitaler KPIs auf den Prüfstand gestellt werden. So ergeben sich „Mikro-Ziele“, die auf das übergeordnete Makro-Ziel einzahlen. Einige dieser KPIs und Ziele könnten sein: der Anstieg der Follower-Zahlen in den HR-relevanten Social-Media-Kanälen, die Steigerung von Page Views in der Karriere-Rubrik der Website, die Verweildauer der Website-Besucher dieser Rubrik sowie für alle Kanäle die Interaktionsrate, also die Likes, Shares und Kommentare, welche insgesamt das Interesse an den Inhalten widerspiegeln.