EY Deutschland rekrutiert am besten

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Wenn es um die Recruiting-Qualität geht, sind EY, Bertelsmann und Tchibo vorn dabei, zeigt eine aktuelle Studie. Doch nicht nur die Platzierungen sind interessant, die Studie zeigt auch, welche Wege Unternehmen gehen und welche sie meiden.

Was das Recruiting betrifft gibt es in deutschen Unternehmen viel Licht und Schatten und auch eine ganze Menge Grautöne. Nicht selten folgen auf Initiativbewerbungen Eingangsbestätigungen nach Baukastenprinzip, lange Phasen der Stille und dann ebenso hilfreiche Absagen. Andere Unternehmen nehmen sich auch für Bewerber, die sie gerade nicht benötigen, Zeit, halten sie sich warm oder empfehlen sie gar weiter. Doch in jedem Fall können Unternehmen schon im ersten Schritt der Nachwuchsgewinnung vieles richtig und gewiss ebenso viel falsch machen.

Wie es um die Recruiting-Qualität in Deutschland, Österreich und der Schweiz bestellt ist, untersucht die Studie Best Recruiters nun schon zum dritten Mal. Am 8. Juli wurden in Frankfurt die aktuellen Rankings vorgestellt.

Über die besten Recruiting-Prozesse verfügen demnach die Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater EY Deutschland. Das Unternehmen, das bis vor kurzem noch den Namen Ernst & Young trug, erreichte 88 von möglichen 100 Prozentpunkten. Auf den Plätzen dahinter folgen Bertelsmann, die Piepenbrock Unternehmensgruppe, Tchibo und Schott.

Social Media wird immer wichtiger

Die Studie zeigt dabei aber auch, welche Wege Unternehmen zur Bewerberansprache nutzen. Social-Media-Recruiting scheint dabei eine immer größere Bedeutung zu entwickeln. 88 Prozent der Arbeitgeber sind auf mindestens einer Plattform vertreten und immerhin 62 Prozent nutzen ihre Social-Media-Präsenz auch als Recruiting-Instrument.

Ganz anders sieht es beim Thema Mobile Recruiting aus. Gerade einmal 21 Prozent der getesteten Arbeitgeber stellen mobile Services für Bewerberinnen und Bewerber bereit. 18 Prozent der Unternehmen verfügen über eine mobile Karriere-Webseite und nur drei Prozent haben eine mobile App im Portfolio.

Die Unternehmenswerte spielen bei gut der Hälfte der untersuchten Unternehmen eine Rolle auf ihren Karriereseiten – ein noch zu niedriger Wert, wie die Studienverfasser urteilen.

Kommunikationsqualität entscheidet

Aufgeschlüsselt nach Branchen findet sich die beste Recruiting-Qualität im Anlagen- und Maschinenbau (58 Prozent). Die Arbeitgeber punkten hier vor allem mit einem umfangreichen Informationsangebot und der Kommunikation im Bewerbungsprozess. Auf Platz zwei folgt die Chemie-Branche, auf Nummer drei der Bereich Automotive beziehungsweise die KFZ-Produktion.

Für die Studie Best Recruiters wurden die jeweils 500 größten Unternehmen eines Landes in den Bereichen Online-Recruiting-Präsenz, Online-Stellenanzeigen, Umgang mit Bewerbern und Bewerberinnen und Feedback untersucht. Die Bewerberkommunikation wurde mittels Initiativbewerbungen überprüft. Aktive Bewerberansprache wurde demnach nicht berücksichtig.