Möglicher Stellenabbau: Metro-Betriebsrat warnt Aufsichtsrat

27.09.2019  |  HRM Online-Redaktion
Metro plant Verkauf von Supermarkttochter Real: Was wird aus den betroffenen Mitarbeitern?
© Wikimedia Commons / Hyper nova

Metro plant, die Supermarkttochter Real zu verkaufen. Der Betriebsrat droht mit folgenreichen Protesten, sollte es dabei zu Stellenabbau kommen.

„Zwingen Sie uns nicht zu Maßnahmen, die dem Konzern schaden werden“, so die Drohung von Werner Klockhaus, dem Vorsitzenden des Konzernbetriebsrats von Metro gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Die Arbeitnehmer seien „in Aufruhr“ wegen des drohenden Stellenabbaus in Verbindung mit dem geplanten Verkauf der Supermarktkette Real.

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Sollte der Handelskonzern Metro sich von Real trennen, beträfe das nicht nur die 34.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die direkt bei der Supermarktkette beschäftigt sind. Auch viele der Beschäftigten des Metro-Konzerns selbst, wie etwa im Einkauf, in der IT und vor allem in der Logistik, arbeiten eng mit Real zusammen. Deshalb würde sich die Trennung von Real insgesamt auf über 40.000 Arbeitsplätze auswirken. Klockhaus kündigt an, dass die Arbeitnehmer es „nicht zulassen“ werden, „dass Kolleginnen und Kollegen zum Nulltarif nach Hause geschickt werden“. In diesem Fall plane man Proteste, die zu erheblichen Umsatzeinbußen führen könnten.

Metro prüft derzeit ein neues Sparprogramm, das möglicherweise auch den Verkauf von Real beinhaltet. Metro-Chef Olaf Koch hatte die Supermarktkette bereits vor einem Jahr ins Schaufenster gestellt, da sie nicht zu seiner aktuellen Strategie passe; er möchte sich auf das Geschäft rund um den Großhandel konzentrieren. Endgültig entschieden hat die Konzernspitze derzeit noch nichts.