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Das Telefon klingelt, am anderen Ende ein Headhunter. Wenn das häufig vorkommt, sind Mitarbeiter genervt. Das Unternehmen falch hat deshalb auf die Firmenseite eine Botschaft an die Personalberater gestellt.

Headhunter haben keinen leichten Job. In Zeiten des Fachkräftemangels macht sich manchmal bei der Profession sogar Verzweiflung breit. Und wenn das so ist, mehren sich die spontanen Anrufe bei interessanten Kandidaten: „Können Sie gerade frei sprechen?“

Bei dem Unternehmen falch, das professionelle Hochdruckreiniger baut, scheinen sich solche Anrufe zu häufen. Und sehr oft werden die kontaktierten Mitarbeiter wohl sagen: „Ja, frei sprechen kann ich schon. Will ich aber nicht. Ich will in Ruhe arbeiten.“

Unter der Rubrik „Karriere“ gibt es auf der Unternehmens-Homepage einen Unterpunkt mit dem Titel „Headhunter“. Dahinter verbirgt sich eine Art offener Brief an die Zunft der Headhunter. Das Kleinod, in dem (wie alles auf der Seite) alle Wörter kleingeschrieben sind, macht nicht nur den Personalberatern deutlich, dass es sich nicht lohnt, Mitarbeiter von falch abzuwerben, sondern es ist gleichzeitig eine tolle Werbung für das Unternehmen aus Merklingen. „sie werden feststellen, dass die von ihnen evtl. kontaktierten mitarbeiter unseres unternehmens sehr wohl das ‚be part of falch‘ zu schätzen wissen sowie durchaus in der lage sind, die üblichen oberflächlichen verlockungen ihrer zunft differenziert zu bewerten“, heißt es da unter anderem.

Am Schluss wird sogar die Empfehlung ausgesprochen, doch Zielpersonen zu recherchieren, die einen größeren „Unzufriedenheitslevel“ haben. Die Personalabteilung von falch sei gerne bereit, bei der Erfüllung des Mandats zu unterstützen. Na, das ist doch nett.