Weiche Faktoren machen den Unterschied

Wenn Change-Projekte scheitern, liegt das oft an mangelnder Akzeptanz der Veränderungsvorhaben im Unternehmen. Der wichtigste Erfolgsfaktor ist daher die Beteiligung der Mitarbeiter.

Es gibt zahlreiche Faktoren, die darüber bestimmen, ob ein Veränderungsprojekt erfolgreich ist oder nicht. Einige sind bedeutsamer als andere. Zum Beispiel die Beteiligung der Mitarbeiter. Wie die Ergebnisse des aktuellen Change-Barometers von Mutaree zeigen, ist diese am wichtigsten. Die Beratung befragte zum dritten Mal Mitarbeiter aus Unternehmen aller Größen und Branchen zu ihren Erfahrungen mit Change-Projekten. Fast drei Viertel von ihnen sehen die Beteiligung von Mitarbeitern als entscheidend an und setzen diesen Aspekt damit auf Rang 1.

Dahinter folgen mit 67 Prozent Zustimmung ein professionelles Projektmanagement, dann die Übernahme von Verantwortung durch die Linie (61 Prozent). Auf Platz vier und fünf der Faktoren für erfolgreiche Veränderungsprozesse rangieren die Motivationskraft der Führungskräfte, wofür 60 Prozent der Befragten votierten, und die Konfliktfähigkeit der Führungskräfte (49 Prozent).

Die Befragten machen auch einige Hauptursachen dafür aus, dass ein Change-Projekt scheitert: Sie nennen vor allem schlechte Kommunikation, mangelnde Nachvollziehbarkeit der Veränderungsnotwendigkeit, unklare und fehlende Verantwortlichkeiten und ein schlechtes Projektmanagement.

Insgesamt wird deutlich, dass die Führungskräfte, vor allem diejenigen auf der mittleren Ebene, eine besonders wichtige Rolle in Change-Prozessen spielen. Dies gilt vor allem auch für den Umgang mit Ängsten, dem zentralen Thema bei Veränderungen, wie die Ergebnisse der Umfrage zeigen. „Die Führung im Wandel stellt die höchsten Anforderungen an das Führungsteam“, sagt auch Claudia Schmidt, die Geschäftsführerin von Mutaree. „Besonders das Zusammenspiel zwischen Führungskräften und Mitarbeitern spielt dabei die entscheidende Rolle.“