New Work – New Pay (Sponsored Post)

Foto: privat
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Der Deutsche Vergütungstag, der bedeutendste Fachkongress für Compensation & Benefits im deutschsprachigen Wirtschaftsraum, steht in seiner siebten Durchführung unter der Überschrift New Work – New Pay. Michael H. Kramarsch,  Managing Partner der hkp/// group sowie Schirmherr und Mitveranstalter des Kongresses, im Gespräch zu dem diesjährigen Themenschwerpunkt.

Herr Kramarsch, was ist aus Ihrer Sicht das Neue, das Innovative an New Work bzw. New Pay?

Michael H. Kramarsch: Der technologische Fortschritt, und hier insbesondere die Digitalisierung der Geschäftsmodelle fordert von den Unternehmen ein Denken und Handeln in neuen Formen der Kooperation, Vertragsgestaltung und Führung. Das kann nicht ohne Auswirkungen auf die Vergütung bleiben, ist diese doch stets ein Ausdruck von Kultur und Zielen eines Unternehmens wie auch der Interessenslage von Mitarbeitern und Führungskräften.

Was verändert sich denn aktuell konkret in puncto Vergütung?

Michael H. Kramarsch: New Pay bedeutet nicht, alles neu! Vieles, was sich bewährt hat, hat weiter Bestand – das zeigen auch die Vorträge und Workshops auf dem Deutschen Vergütungstag. So werden wir auch zukünftig Leistung individuell differenzieren und incentivieren. Aber ein Mehr an Transparenz, Partizipation und veränderte Zusammenarbeitsformen haben eben auch Einfluss darauf, wie und über welche Wege dies geschieht. Vergütung in agilen Organisationen muss anders aussehen als in klassisch hierarchischen. Darüber hinaus sehen wir Verschiebungen in den Nebenleistungen: bei erhöhter Wahlfreiheit weg vom Statussymbol hin zu mehr Nutzen. Mobilitätsangebote sind hier ein Beispiel.

Es heißt vielfach, dass jüngeren Generationen weniger Wert auf Vergütung und mehr auf Selbstverwirklichung setzen. Klingt das für Sie stimmig?

Michael H. Kramarsch: Das sehe ich deutlich anders und schon gar nicht so verallgemeinert. Es gibt sicher mehr Menschen als früher, die es sich leisten können und wollen, keine Vollzeitstelle permanent anzustreben und stattdessen ein Jahr die Welt sehen wollen. Aber es gibt mindestens genauso viele jüngere Menschen, die sich beruflich gern selbst verwirklichen – und das kann heute in ganz unterschiedlichen Formen passieren – projektbezogen, im Homeoffice …

… oder ein Startup zu gründen?

Michael H. Kramarsch: Ja auch das, warum nicht? Der Deutsche Vergütungstag bringt auch dafür sehr gute Beispiele. Die Gründung eines Startups oder der Eintritt in ein solches ist in der Tat etwas, das man vornehmlich in jungen Jahren angeht. Geringes Einkommen, lange Arbeitszeiten, hohe Unsicherheit mit Blick auf die Zukunft… diese Risiken will nicht jeder eingehen, wenn das Haus mit Garten zur Finanzierung ansteht.

Wohin wird sich Vergütung entwickeln, welche Trends prognostizieren Sie?

Michael H. Kramarsch: Mitarbeiter wollen auch in puncto Vergütung nicht mehr nur Betroffene sein, sondern an relevanten Entscheidungen beteiligt werden. Neben mehr Mitsprache wird der Wunsch nach größerer Flexibilisierung bzw. Wahlfreiheit auch in der Vergütung immer stärker. Hier wird die Digitalisierung technologisch effizient noch viel mehr Flexibilität ermöglichen. Dem gegenüber steht allerdings die Notwendigkeit einfacherer, transparenterer und strategiekonformer Vergütungssysteme. Die Balance zwischen diesen Welten muss gewahrt bleiben.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Über Michael H. Kramarsch:

Michael H. Kramarsch führt als Gründer, Delegierter des Verwaltungsrats und Managing Partner die hkp/// group. Er berät Unternehmen zu Aspekten der Vergütung von Aufsichtsräten, Vorständen und Führungskräften. Als Sachverständiger war er für die Deutsche Regierungskommission Corporate Governance (2001) sowie die Regierungskommission DCGK (2012 bis 2014) tätig.

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