Die Nacht der Personaler 2018

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Foto: Laurin Schmid, Quadriga
Nacht der Personaler 2018 // Foto: Laurin Schmid, Quadriga

Der Höhepunkt des diesjährigen Personalmanagementkongresses: die Nacht der Personaler. Im sogenannten Motorwerk, einem ehemaligen Berliner Fabrikgebäude aus den 1920er Jahren, wurden Preise verliehen, Tanzbeine geschwungen und heimlich aufs Handy nach dem aktuellen WM-Spielstand geschielt.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Nach der letzten Rede auf dem Personalmanagementkongress 2018 im Berliner Kongresszentrum, ließen sich die einen galant auf Taxissitze fallen, während die anderen gesellig die Zubringerbusse bestiegen. Den Weg von Berlin Mitte in den Randbezirk Weißensee, bekannt geworden durch die gleichnamige Serie, hätten vielleicht andernfalls nur wenige auf sich genommen. Aber Berlin wäre nicht Berlin, wenn nicht auch ein paar Bewegungsbewegliche im schicken Abendkleid aufs Rad gestiegen wären, um durch den sommerlichschwülen Abend in den Berliner Norden zu radeln.

Wäre die Phrase nicht so häufig bemüht worden und wir ihrer überdrüssig, würde jetzt an dieser Stelle stehen: Der Weg hat sich gelohnt. Hat er aber wirklich. Allein der Ort besticht durch Famosität: ein Backsteingebäude aus den Zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Das Innere, eine mit voluminösen Kristallleuchtern bestückten Halle, wird flankiert von Emporen, die einen heimlichen Blick auf die untenstehenden und sitzenden Fetengäste erlaubten. Im durchaus eklatanten Unterschied zum vergangenen Jahr lag der Fokus dieser Nacht weniger auf einer ausgiebigen Preisverleihung, als vielmehr auf Laissez-faire und dem berühmtberüchtigten Netzwerken. Wer wollte, konnte, wer nicht wollte, tanzte.

Bevor allerdings der inoffizielle Teil der Veranstaltung begann, wurden Preise verliehen: Mit dem Personalmanagement Award werden einmal jährlich herausragende Leistungen im Bereich Human Resources Management prämiert. Eine Jury aus BPM-Vertretern und Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Wirtschaft entschied über die Gewinner.

Völlig zu Recht wurde in diesem Jahr das Unternehmen Ernst&Young ausgezeichnet für seinen Beitrag zur Inklusion sehbehinderter Menschen: Unter dem programmatischen Titel „Blind in Business – Berufseinstieg und Karrierechancen für blinde und sehbehinderte Studierende“ hat der Konzern als erster deutschlandweit einen Workshop entwickelt, mit dem die Inklusion von Menschen mit Behinderung zum zentralen Thema gemacht wird.

In der In der Kategorie kleine und mittlere Unternehmen gewann das Unternehmen Babbel mit der Initiative „Babbel Academy“: Mit mehr als 30 Trainern und 250 Kursen bietet Babbel verschiedene Blickwinkel auf die Weiterbildungsthemen. Fachthemen werden von internen Fachkräften bis zum Top-Management angeboten. Ein Wissensaustausch über Abteilungs-, Hierarchie- und Unternehmensgrenzen hinweg.

Der Preis in der Kategorie Non-Profit-Organisationen und Öffentlicher Sektor ging an das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Mit einer Top down-bottom up beschäftigungsorientierten Personalpolitik, dem sogenannten „UKE INside“, können Beschäftigte durch diverse Arbeitsgruppen an verschiedenen Themen arbeiten, vulgo partizipieren. Dadurch können etwa 300 Beschäftigte ihr Arbeitsleben gestalten aktiv mitgestalten.

Den mit 2.000 Euro dotierten Nachwuchsförderpreis des BPM erhielt Stefanie Schuster. In ihrer Masterarbeit untersuchte sie den Einfluss von flexiblen Arbeitszeitmodellen auf Zusammenhalt und Kommunikation innerhalb von Teams.

Die Verleihung des Personalmanagement Awards und des Nachwuchsförderpreises während der „Nacht der Personaler“ sind der festive Höhepunkt des Personalmanagementkongresses. Bei der Veranstaltung am 26. und 27. Juni im bcc (Berlin Congress Center) diskutieren über 1.500 Personalverantwortliche aus Unternehmen, Verbänden und Organisationen über Trends, Themen und Tipps rund um das Thema Arbeit.

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