Führung wichtigster Aspekt der Unternehmenskultur

Die Unternehmenskultur ist mehr als nur ein Wohlfühlfaktor, sie trägt wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg bei. Firmen können in diesem Feld noch einiges verbessern.

In zehn einzelne Felder hat das Beratungsunternehmen ComTeam den Begriff der Unternehmenskultur gegliedert, und alle werden als hoch relevant für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens eingeschätzt. Das zeigen die Ergebnisse einer Befragung von Fach- und Führungskräften im deutschsprachigen Raum. Die Unternehmenskultur ist daher ein Beispiel dafür, dass die sogenannten „weichen“ Faktoren nicht außer Acht gelassen werden sollten. Dabei führt der Aspekt Führung die Aufstellung an, danach folgen Anerkennung und Kritik sowie der Umgang mit den Mitarbeitern.

Abseits dieser generellen Einschätzung wurde auch danach gefragt, in welchen Bereichen man im eigenen Unternehmen am zufriedensten mit der jeweiligen Ausgestaltung der Kultur ist. Hier wurden vor allem die Felder Zusammenarbeit und Solidarität, Umgang mit den Mitarbeitern sowie Leistung und Erfolg genannt. Am anderen Ende der Skala rangieren hingegen die Aspekte Verbindlichkeit, Strukturen und Prozesse, Ressourcen und Zeit, Konflikte sowie Macht und Hierarchie.

Bei Letzterem steht dahinter die Tatsache, dass fast siebzig Prozent der Befragten die Hierarchie in ihrem Unternehmen als stark oder sehr stark ausgeprägt beziehungsweise spürbar ansehen, aber nur knapp 35 Prozent meinen, dies sollte auch so stark der Fall sein. Und einen verantwortungsvollen Umgang mit Macht und Hierarchie erlebt nur ein Drittel der Befragten.

Beim Aspekt Ressourcen und Zeit sehen zwei Drittel der Befragten die Zeit als sehr knapp bemessen an, ein Drittel attestiert dem eigenen Unternehmen, eher das Prinzip „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“ zu verfolgen als den Leitsatz „In der Ruhe liegt die Kraft“. Bei den Ressourcen mangelt es vor allem am Geld, wie knapp die Hälfte der Mitarbeiter und Führungskräfte angibt, ein gutes Drittel sieht knappe Ressourcen bei Mitarbeitern und Fachkräften. Dagegen ist lediglich die Ressource Technologie ausreichend vorhanden, wie mehr als 55 Prozent der Befragten angeben.

Unzufrieden sind die Mitarbeiter und Führungskräfte auch mit der Konfliktkultur. „Genau richtig“ empfinden diese nur etwas mehr als zehn Prozent, achtzig Prozent sagen, sie sei „etwas zu schwach“ oder „viel zu schwach“.

An der Online-Studie „Erfolgsfaktor Unternehmenskultur“ nahmen 548 Mitarbeiter und Führungskräfte von Unternehmen im deutschsprachigen Raum teil.