Zukunft Personal: Twitter-Häme für Initiative Future of Work

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Diversität geht anders. Auf den Tweet zur neuen Initiative Future of Work folgt Häme.
© gettyimages / edhar

Ausschließlich ältere, weiße Männer gaben auf der Messe Zukunft Personal den Startschuss für die Initiative Future of Work. Auf Twitter folgt Häme.

„Die Gestaltung der Arbeitswelt ist eine Gemeinschaftsaufgabe für Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, die mit vielen Chancen, aber auch kritischen Fragestellungen einhergeht. Beides gilt es, mutig und engagiert zu diskutieren und in praktische Handlungsoptionen einfließen zu lassen“. So die Worte des Arbeitsminister Hubertus Heil zum Start der Initiative Future of Work auf der Messe Zukunft Personal in Köln. Die lobenswerte Idee des Projekts: Weiterbildungen sollen Teil jeder Unternehmenskultur werden, Agilität und Experimentierfreude stärker forciert werden. Mit praktischen Handlungsempfehlungen will man Beschäftigte so auch in Zeiten der Digitalisierung arbeitsfähig halten.

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Trotzdem müssen sich die Gründungsmitglieder der Initiative nun einiges anhören. Und der Grund dafür wird augenscheinlich beim Blick auf das Bild, das die Initiatoren bei Twitter posteten.

Ausschließlich Männer gaben bei der Messe Zukunft Personal den Startschuss für die Initiative Future of Work.

Ein Grund zum Feiern, wenn ausschließlich Männer in gewissen Jahren die Zukunft der Arbeit gestalten? Eher nicht, zeigen die Reaktionen auf Twitter: Die Botschaft sei peinlich, gestrig und unreflektiert. Wo sind die Frauen, die den Wandel mitgestalten? Und wo sind die jüngeren, multikulturellen Generationen, die auch tatsächlich von der Zukunft betroffen sein werden? Bei den Worten Heils, die Gestaltung der Arbeitswelt sei bereits jetzt als Gemeinschaftsaufgabe zu verstehen, bleibt da nur der bittere Beigeschmack.

Kommentar zur Initiative Future of Work
Twitter-Kommentar zur Initiative Future of Work
Screenshot Kommentar zur Initiative Future of Work, Messe Zukunft Personal Köln

Die Betreiber der Messe Zukunft Personal haben sich indes bereits entschuldigt: „Future of Work ist divers und vielfältig. Die Initiative teilt die Auffassung, dass dies auf dem Bild nicht sichtbar wird. Unsere Kolleginnen, die mitgearbeitet haben, sind nicht mit auf dem Bild. Wir haben gelernt und werden das ändern.“, so die Nachricht auf Twitter. Das ist einerseits wünschenswert. Dass ein Shitstorm nötig ist, um auf das Offensichtliche hinzuweisen, bleibt andererseits wenig verständlich.