Deutsche Arbeitnehmer sind Teamplayer

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(c) gettyimages / lirtlon
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Eine neue Studie von Wrike zeigt: Deutsche lieben Teamarbeit, Briten überhaupt nicht und die USA sehen Remote-Zusammenarbeit besonders optimistisch.

Ein Großteil der deutschen Arbeitnehmer befürwortet Arbeit im Team – zumindest solange sie nicht virtuell ist. Das ist das Ergebnis des Wrike Happiness Index, für den rund 4.000 Vollzeitbeschäftigte aus Frankreich, Großbritannien und den USA befragt wurden.

Teamarbeit: Produktivitätssteigerung oder notwendiges Übel?

82 Prozent der Deutschen gaben an, dass Teamarbeit ihren Job angenehmer mache, ihre Produktivität steigere und ihnen helfe, die Ergebnisse besser zu skalieren. Damit liegen sie deutlich vor ihren Kollegen aus Frankreich (77 Prozent) und den USA (67 Prozent). In Großbritannien finden sich dagegen nicht ganz so viele Befürworter: Nur 67 Prozent sind Teamarbeit gegenüber positiv eingestellt. 33 Prozent der Briten bezeichnen die Arbeit im Team sogar als „notwendiges Übel“ und versuchen, sie zu vermeiden, wo es geht. Ob das vielleicht auch diejenigen sind, die aus dem „Team“ der EU-Staaten aussteigen möchten?

Quelle: Wrike Happiness Index
Quelle: Wrike Happiness Index

Meetings sind unbeliebt

Auf die Frage, welche Sache sie gerne aus ihrem Arbeitsalltag eliminieren würden, fiel die Antwort „Meeting/Telefonkonferenzen“ bei allen Nationen außer den teamwork-freudigen Deutschen besonders häufig. Außerdem würden ganze 20 Prozent der Amerikaner gerne auf ihre Manager verzichten. Die Franzosen scheinen dagegen mit Hierarchien weniger Probleme zu haben: Nur 10 Prozent gaben an, dass sie ihre Manager abschaffen möchten.

Quelle: Wrike Happiness Index
Quelle: Wrike Happiness Index

USA ist Vorreiter bei Remote-Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit mit Kollegen, die nicht im gleichen Büro sitzen, bewerten vor allem die amerikanischen Arbeitnehmer besonders positiv. 51 Prozent sind der Meinung, dass diese mit Hilfe der modernen Technik wunderbar funktioniere. Damit liegen die USA deutlich vor den anderen Ländern: Nur 36 Prozent der Franzosen, 30 Prozent der Briten und 25 Prozent der Deutschen sehen Remote-Zusammenarbeit derart optimistisch.

Deutsche Arbeitnehmer hinken hier generell ein bisschen hinterher: Ganze 19 Prozent gaben an, dass sie noch nie mit jemanden zusammenarbeitet hätten, der nicht in ihrem Büro sitzt und dass sie auch noch nie selbst außerhalb des Büro gearbeitet hätten. Vermutlich brauchen sie einfach noch etwas Zeit, sich an das digitale Zeitalter zu gewöhnen: Immerhin finden 39 Prozent der Deutschen virtuelle Zusammenarbeit „okay“ und können sich vorstellen, dass sie in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird.