Neue Statussymbole

Die Generation Y stellt die heutige Arbeitswelt in Frage. Das meint auch die Buchautorin und Journalistin Kerstin Bund und mischt sich in die Diskussion ein. Sie will eine Veränderung einläuten.  

Die Debatte um die Generation Y und deren Sicht auf die Welt im Allgemeinen und auf die Arbeitswelt im Besonderen nimmt mal wieder Fahrt auf. Auch wenn Kerstin Bund, Zeit-Redakteurin im Wirtschaftsressort, mit „Glück schlägt Geld. Generation Y – was wir wirklich wollen“ eigentlich kein Generationenbuch, sondern „ein Buch über die Frage, wie wir künftig leben und arbeiten wollen“ schreiben wollte. Denn es sei Zeit für eine neue und bessere Arbeitswelt.

„Alles muss vereinbar sein“, sagt sie im Videointerview. Die Generation Y – und da bezieht sie sich durchaus mit ein, spricht von „wir“ – sei beispielsweise nicht mehr bereit, sich zu entscheiden zwischen Karriere und Familie. Davon, dass das heute tatsächlich immer noch nicht so einfach zu verwirklichen ist, liest man nahezu täglich. Ein Beispiel für den Einstellungswandel sind für Bund auch die alten, ökonomisch geprägten Statussymbole wie Boni, Firmenwagen oder Eckbüros. Die würden bei der Gen Y abgelöst vom Statussymbol Selbstbestimmung.

 

Wie sich die jüngeren Generationen in der (digitalen) Welt bewegen, was sie umtreibt, wie sie leben und arbeiten möchten, das beschäftigt die Unternehmen schon geraume Zeit: So hat bereits vor einem Jahr das Buch des damals 18-Jährigen Schülers Philipp Riederle für Aufsehen gesorgt. In „Wer wir sind und was wir wollen“ erklärt er, wie seine Altersgenossen ticken und wie sie ihre berufliche Zukunft sehen. Mittlerweile ist Riederle auch als Berater unterwegs.