SPD: Kampmann fordert 25-Stunden-Woche bei vollem Gehalt

06.08.2019  |  Deidre Rath
Christina Kampmann fordert die Einführung der 25-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich.
© Land NRW

Die Digitalisierung ermöglicht, Arbeit neu zu denken, sagt Christina Kampmann. Die Kandidatin für die SPD-Spitze sieht ihre Partei in der Verantwortung.

Im Wahlkampf um den Parteivorsitz der SPD fordert Christina Kampmann die Einführung einer 25-Stunden-Wochen bei vollem Lohnausgleich und 30 Tagen Urlaub. Die ehemalige Familienministerin Nordrhein-Westfalens sprach sich im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus dafür aus, Arbeitszeitmodelle grundsätzlich zu überdenken: Die Digitalisierung ermögliche, Arbeit neu und vor allem arbeitnehmerfreundlich zu strukturieren.

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Der Etablierung eines digitalen Prekariats müsse man Einhalt gebieten, so Kampmann. Derzeit stelle man fest, dass Plattform-Unternehmen wie etwa der Lieferservice Foodora Mindeststandards missachteten und sich auf gesetzliche Grauzonen verließen. Diese gelte es zu schließen.

Laut Kampmann wünschen sich insbesondere jüngere Menschen mehr Zeit für ihre Familie oder ehrenamtliches Engagement. Gemeinsam mit den Gewerkschaften wolle die SPD deshalb eine Debatte um die Zukunft der Arbeit anstoßen.

Christina Kampmann bewirbt sich gemeinsam mit Michael Roth, dem Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, für den Parteivorsitz der SPD.